Aus Furcht vor einem Szenario wie unter Maduro kündigt der kolumbianische Präsident einen Besuch in Washington an
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat angekündigt, in Kürze in die Vereinigten Staaten zu reisen, nachdem er von US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen im Weißen Haus eingeladen wurde. Laut dem kolumbianischen Staatsoberhaupt zielt diese Reise in erster Linie darauf ab, „einen Weltkrieg zu verhindern“, angesichts der starken geopolitischen Spannungen in Lateinamerika.
Auf Nachfrage des amerikanischen Senders CBS zu den Zielen seiner Reise erklärte Gustavo Petro, sein Ansatz gehe über den regionalen Rahmen hinaus und unterstrich die Notwendigkeit, eine globale Eskalation von Konflikten zu verhindern. Diese Aussage erfolgte, nachdem Donald Trump bestätigt hatte, dass die Vorbereitungen für ein bilaterales Treffen in Washington in den kommenden Tagen laufen.
Der angekündigte Besuch findet vor dem Hintergrund der Besorgnis des kolumbianischen Präsidenten über ein mögliches Szenario einer US-Militärintervention in der Region statt. In früheren Äußerungen gegenüber der spanischen Tageszeitung El País hatte Gustavo Petro seine Angst geäußert, ein ähnliches Schicksal wie der venezolanische Präsident Nicolás Maduro zu erleiden. Er enthüllte, dass Donald Trump in einem Telefonat die Möglichkeit einer Militäroperation gegen Kolumbien im Zuge der Ereignisse in Venezuela erwähnt, aber gleichzeitig klargestellt habe, dass diese Option vorerst „auf Eis gelegt“ sei.
Diese diplomatische Initiative folgt auf die US-Operation in Venezuela am 3. Januar, die zur Verhaftung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau führte. Beide wurden nach New York überstellt, um sich dort wegen des Vorwurfs des „Narko-Terrorismus“ vor Gericht zu verantworten. Das Ehepaar hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Im Anschluss an die Operation wurde die Macht vorübergehend an Vizepräsidentin Delcy Rodríguez übertragen.
Die amerikanische Intervention löste international heftige Reaktionen aus. Mehrere Länder, darunter Russland, China und Nordkorea, verurteilten sie als Verstoß gegen das Völkerrecht. In diesem angespannten Kontext wird das angekündigte Treffen zwischen Gustavo Petro und Donald Trump als Versuch gewertet, die Spannungen abzubauen und die Position der Vereinigten Staaten gegenüber Kolumbien und der gesamten lateinamerikanischen Region zu verdeutlichen.
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