Das deutsche Staatsdefizit im Jahr 2025 wird höher ausfallen als ursprünglich geschätzt
Der deutsche Staatshaushalt verzeichnete im Jahr 2025 ein höheres Defizit als erwartet, das 2,7 % der deutschen Wirtschaftsleistung ausmachte.
Dies gab das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekannt, nachdem es das Defizit zunächst auf 2,4 % geschätzt hatte. Deutschland hält sich jedoch an die europäischen Schuldenregeln, die ein Defizit von maximal 3 % zulassen.
Die deutsche Bundesbank rechnet damit, dass das Defizit bis 2027 auf 4,5 % steigen wird, da der Staat plant, massive Investitionen in Milliardenhöhe in Straßen, Eisenbahnen und Verteidigung durch Kredite zu finanzieren.
Im Jahr 2025 gab das Finanzministerium 119,1 Milliarden Euro mehr aus, als es einnahm, wodurch sich das Defizit gegenüber 2024 um etwa vier Milliarden Euro erhöhte.
Trotz deutlich gestiegener Sozialversicherungsbeiträge und Steuereinnahmen wuchsen die öffentlichen Ausgaben schneller als die Einnahmen. Auch die Zinszahlungen stiegen 2025 im Vergleich zum Vorjahr, parallel zu erhöhten Sozialausgaben, insbesondere für Renten.
Die durch die Lockerung der Schuldenbeschränkungen ermöglichten staatlichen Investitionen in Milliardenhöhe dürften zur Stützung der Wirtschaftstätigkeit beitragen.
Ökonomen erwarten, dass die deutsche Wirtschaft ab dem Frühjahr nach einem relativ schwachen Start ins neue Jahr an Dynamik gewinnen wird.
Laut Statistischem Bundesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent.
Die statistischen Daten zeigten, dass das Wachstum in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres hauptsächlich auf gestiegene Konsum- und Staatsausgaben zurückzuführen war; auch die Bauinvestitionen nahmen deutlich zu.
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