Die UN fordert eine gerechte Energiewende zur Bewältigung des Klimanotstands
Angesichts der sich verschärfenden globalen Klimakrise hat UN-Generalsekretär António Guterres seinen Aufruf zu einer gerechten und beschleunigten Energiewende hin zu erneuerbaren Energien erneuert. Anlässlich des Weltumwelttages, der jährlich am 5. Juni begangen wird, betonte der UN-Vertreter die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, um die Auswirkungen der globalen Erwärmung einzudämmen.
In seiner Botschaft hob António Guterres hervor, dass der Übergang zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Energiemodell einer der wirksamsten Wege ist, die Energiekosten zu senken, die globale Energiesicherheit zu stärken und die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen.
Der Generalsekretär wies darauf hin, dass die vergangenen elf Jahre die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen waren, und warnte vor Phänomenen, die weit über bloße Temperaturanstiege hinausgehen. Er nannte insbesondere Luftverschmutzung, Bodendegradation, den Zusammenbruch von Ökosystemen und den beschleunigten Verlust der Artenvielfalt – allesamt Bedrohungen, die bereits Millionen von Menschen weltweit betreffen.
Laut Guterres steuert die Erde auf eine vorübergehende Überschreitung der kritischen Erwärmungsschwelle von 1,5 °C zu, die von den internationalen Klimazielen festgelegt wurde. Er warnte, dass jedes weitere Bruchteil eines Grades die Risiken für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen verschärft und das Ausmaß von Umweltkatastrophen vergrößert.
Um diese Auswirkungen zu begrenzen, forderte António Guterres eine deutliche Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen, den Schutz von Wäldern, Ozeanen und Landflächen sowie die Stärkung der Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung, die bereits unter den Folgen des Klimawandels leidet.
Der UN-Generalsekretär betonte zudem die Bedeutung der Klimafinanzierung und appellierte an die Industrieländer, ihren Verpflichtungen gegenüber den Entwicklungsländern nachzukommen. Diese Ressourcen seien unerlässlich, um Lebensgrundlagen zu sichern, fragile Volkswirtschaften zu stützen und die Widerstandsfähigkeit angesichts wachsender Umweltprobleme zu stärken.
Angesichts der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse ist die UNO überzeugt, dass eine gerechte und inklusive Energiewende einer der wichtigsten Hebel für eine nachhaltigere Zukunft und die Abmilderung der globalen Auswirkungen des Klimawandels bleibt.
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