Die WHO stuft den Ebola-Ausbruch nicht als globale Pandemie ein
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Mittwoch, dass das Risiko einer Ausbreitung des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo auf nationaler und regionaler Ebene weiterhin hoch, global jedoch niedrig sei. Die Organisation stellte klar, dass die aktuelle Situation die Kriterien für eine globale Pandemie nicht erfülle.
Auf einer Pressekonferenz im WHO-Hauptquartier in Genf erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Risikobewertung sei weiterhin „auf nationaler und regionaler Ebene hoch, global jedoch niedrig“.
Die WHO betonte jedoch erneut, dass die gesundheitliche Lage aufgrund der Ausbreitung des Virus in bestimmten Gebieten im Osten der Demokratischen Republik Kongo genau beobachtet werde.
Die Vorsitzende des Notfallkomitees der Organisation, Lucille Blumberg, erklärte, der aktuelle Ebola-Ausbruch erfülle nicht die Kriterien für eine Einstufung als globale Pandemie.
Aus Südafrika erklärte sie, dass zwar mehrere Kriterien für die Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands erfüllt seien, die aktuelle Situation jedoch nicht die Voraussetzungen für eine Pandemieerklärung erfülle.
Diese Erklärung erfolgt, während internationale Gesundheitsbehörden ihre Koordinierungsbemühungen zur Eindämmung der Virusausbreitung und zur Stärkung der Überwachungs-, Test- und Behandlungsmechanismen in den betroffenen Gebieten fortsetzen.
Ebola ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die schweres hämorrhagisches Fieber verursacht und eine hohe Sterblichkeitsrate aufweist. Frühere Ausbrüche in Zentral- und Westafrika lösten umfangreiche internationale Gesundheitsmaßnahmen aus.
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