Ein Viertel der deutschen Bevölkerung sind Einwanderer

Tuesday 14 April 2026 - 14:14
Ein Viertel der deutschen Bevölkerung sind Einwanderer

Offizielle Statistiken zeigen, dass etwa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund hat.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gab am Montag bekannt, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland im vergangenen Jahr rund 21,8 Millionen erreicht hat. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung stieg damit bis 2024 um 0,5 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent. Als
Menschen mit Migrationshintergrund gelten per Definition diejenigen, die selbst nach Deutschland eingewandert sind oder deren Eltern oder beide Elternteile seit 1950 eingewandert sind. Die Daten basieren auf der Mini-Volkszählung, einer Stichprobenerhebung, die jährlich etwa 1 Prozent der deutschen Bevölkerung befragt.

Laut Angaben des Amtes ist etwa ein Fünftel der in Deutschland lebenden Bevölkerung selbst Einwanderer. Die Zahl der Einwanderer der ersten Generation wird im Jahr 2025 voraussichtlich 16,4 Millionen Menschen erreichen, ein Anstieg von 1,7 % gegenüber 2024. Die Statistiker schrieben: „Damit ist die Zahl der Einwanderer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich langsamer gestiegen.“

Unter diesen Einwanderern der ersten Generation stammte der größte Anteil aus Polen (1,5 Millionen), der Türkei (1,5 Millionen), der Ukraine (1,3 Millionen), Russland (1 Million) und Syrien (1 Million).

Die Zahl der Einwanderer der zweiten Generation, also derjenigen, die seit 1950 in Deutschland als Kinder von Einwanderern geboren wurden, erreichte rund 5,4 Millionen, ein Anstieg von 3 % gegenüber dem Jahr 2024.

Das Büro stellte fest, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund seit 2005 von 13 Millionen auf 21,3 Millionen im Jahr 2025 gestiegen ist, was einem Anstieg von 67 % entspricht. Der Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich zwischen 2005 und 2025 ebenfalls um etwa 10 Prozentpunkte.

Das Büro fügte hinzu: „Menschen mit Migrationshintergrund sind jünger als die Gesamtbevölkerung.“ Es erklärte, dass in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen im Jahr 2025 mehr als ein Drittel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben wird, während es bei den über 65-Jährigen etwa jeder Siebte ist.

Unter den jungen Migranten selbst in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen verfügte ein Drittel über einen Hochschulabschluss, während etwa der gleiche Anteil keine berufliche Qualifikation besaß und nicht in einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung eingeschrieben war.



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