Einen Monat nach Maduros Festnahme brachen in Venezuela Straßenproteste aus
Einen Monat nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Truppen wurden die Straßen der Hauptstadt Caracas am Dienstag zum Brennpunkt gegensätzlicher politischer Ansichten.
Regierungsnahe und regierungsfeindliche Gruppierungen demonstrierten zeitgleich, während sich das Land unter der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez in einer instabilen Übergangsphase befindet.
Anhänger der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) marschierten durch die Hauptstadt und forderten die Freilassung des inhaftierten Ex-Präsidenten. Organisiert von PSUV-Generalsekretär Diosdado Cabello und dem Leiter der Straßenmobilisierung, Nahum Fernández, versammelten sich die regierungsnahen Demonstranten am frühen Dienstagmorgen, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.
„Wir werden in der Überzeugung protestieren, dass die Gerechtigkeit siegen wird“, sagte Fernández und bekräftigte, dass die Bewegung weiterhin auf der Straße bleiben werde, um die Regierung „uneingeschränkt zu unterstützen“. Trotz Forderungen nach Maduros Rückkehr betonte die Führung ihre Loyalität gegenüber Rodríguez, der am 5. Januar das Präsidentenamt übernommen hatte, um die Stabilität „in jedem Fall“ zu gewährleisten.
Andere Teile der Protestbewegung forderten umfassende Entschädigungen für die Opfer staatlich geförderter Gewalt. Die Demonstranten verlangten Gerechtigkeit durch die strafrechtliche Verfolgung hochrangiger Beamter, die an früheren Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren, und dass Menschenrechtsverletzungen nie wieder vorkommen würden.
Maduro befindet sich weiterhin in einem US-Bundesgefängnis, während sein Gerichtsverfahren in New York andauert. Dem abgesetzten Präsidenten werden vier Hauptanklagen zur Last gelegt: Verschwörung zum Drogenhandel, Verschwörung zum Kokainimport, Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern sowie Verschwörung zum Besitz dieser illegalen Waffen.
Seit seinem Amtsantritt hat Rodríguez ein Generalamnestiegesetz verabschiedet, das die Freilassung Hunderter politischer Gefangener, die seit 1999 inhaftiert sind, und die sofortige Schließung des berüchtigten Gefängnisses El Helicoide vorsieht.
Die riesige Anlage, die von internationalen Beobachtern lange als berüchtigtes Folterzentrum angeprangert wurde, soll in ein Sport-, Kultur- und Sozialzentrum für die umliegenden Stadtteile von Caracas umgewandelt werden.
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