EU verhängt fast 1 Milliarde Dollar Geldstrafe gegen Google in neuer Antitrust-Aktion
Die Europäische Union hat zwei bedeutende Geldstrafen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro, also etwa 1 Milliarde Dollar, gegen Google verhängt und damit den regulatorischen Druck auf den US-Technologieriesen erhöht, was möglicherweise die Spannungen zwischen Brüssel und Washington verstärken könnte.
Die Europäische Kommission verhängte eine Geldstrafe von 460 Millionen Euro wegen des Vorwurfs, dass Google seine eigenen Dienste, einschließlich Google Flights und Google Hotels, in den Suchergebnissen unfair bevorzugt hat, was auf Kosten konkurrierender Unternehmen ging.
Die zweite Geldstrafe in Höhe von 430 Millionen Euro betrifft Googles Beschränkungen für App-Entwickler. Die EU-Behörden erklärten, das Unternehmen habe Entwicklern untersagt, bestimmten Angeboten an Verbraucher außerhalb seines Google Play-App-Stores anzuzeigen, was deren Fähigkeit einschränkte, direkt mit Nutzern zu kommunizieren.
Die EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen erklärte, die Entscheidung sei darauf ausgerichtet, den Wettbewerb zu stärken und anderen Unternehmen mehr Möglichkeiten zur Innovation zu bieten. Europäische Beamte argumentierten zudem, dass Google weiterhin seinen eigenen Diensten bevorzugte Behandlung gewährt habe, wobei die zweite Geldstrafe das Verhalten zwischen März 2024 und Dezember 2025 abdeckt.
Google wies die Feststellungen der EU zurück und argumentierte, dass der regulatorische Ansatz des Blocks die Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen innerhalb seines App-Ökosystems schwächen könnte.
Kent Walker, ein leitender Google-Manager, kritisierte die europäischen Maßnahmen und argumentierte, dass Regulierung letztendlich Produkte und Dienstleistungen verbessern sollte, anstatt sie für Verbraucher weniger effektiv zu machen.
Die neuesten Geldstrafen kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und den USA, kurz vor dem ersten Jahrestag eines Zollabkommens zwischen Washington und der Europäischen Kommission, das zur Entspannung der Handelskonflikte beigetragen hatte.
Die Administration des US-Präsidenten Donald Trump hat zuvor die Europäische Union beschuldigt, amerikanische Technologieunternehmen unfair ins Visier zu nehmen, und gewarnt, dass Washington mit zusätzlichen Zöllen reagieren könnte.
Die neuen Geldstrafen werden daher voraussichtlich große Aufmerksamkeit auf beiden Seiten des Atlantiks auf sich ziehen, da die europäischen Regulierungsbehörden weiterhin die Aufsicht über große Technologieplattformen verschärfen, während die Vereinigten Staaten die Interessen ihrer führenden digitalen Unternehmen zu schützen versuchen.
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