Guterres warnt: UN-Reform kann die Beiträge der Mitgliedstaaten nicht ersetzen
UN-Generalsekretär António Guterres hat davor gewarnt, dass Reformbemühungen innerhalb der Vereinten Nationen die ausstehenden Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten niemals ausgleichen können.
In einer Anhörung vor einem Ausschuss der Generalversammlung bekräftigte Guterres, dass die vollständige und fristgerechte Zahlung der Beiträge eine „grundlegende Verantwortung“ der Mitgliedstaaten sei, und rief die Staaten auf, ihren Verpflichtungen „ohne Bedingungen und Verzögerung“ nachzukommen.
Der UN-Chef betonte, dass die Reforminitiative „UN 80“ zwar die Funktionsweise der Organisation verbessern solle, aber die in internationalen Verträgen festgelegten finanziellen Verpflichtungen nicht ersetzen könne.
Diese Aussage folgt auf die Veröffentlichung eines internen Berichts am 7. Mai, der vor dem Risiko eines „drohenden Zusammenbruchs“ der Organisation bis Mitte August warnt, falls die Zahlungsrückstände nicht umgehend beglichen werden.
Laut UN-Angaben belaufen sich die ausstehenden Beiträge zum regulären Haushalt auf fast 2,8 Milliarden US-Dollar. Die Vereinigten Staaten tragen mit über 2 Milliarden US-Dollar an ausstehenden Zahlungen den größten Anteil an diesen Schulden, insbesondere nach der Entscheidung von Präsident Donald Trump, die amerikanischen Finanzbeiträge deutlich zu kürzen. China folgt mit rund 429 Millionen US-Dollar an unbezahlten Beiträgen.
António Guterres verteidigte dennoch seinen Reformplan und argumentierte, dass der aktuelle geopolitische Kontext eine tiefgreifende Transformation der Vereinten Nationen erfordere, um die Institution „flexibler, kohärenter und effektiver“ im Umgang mit globalen Herausforderungen zu machen.
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