Hakim Ziyech reagiert auf Ben-Gvirs Bemerkungen über Gaza
Der marokkanische Fußballer Hakim Ziyech hat öffentlich auf den israelischen Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir reagiert, nachdem umstrittene Bemerkungen des israelischen Politikers über Palästinenser im Gazastreifen gemacht wurden.
Ziyech teilte ein Video mit Ben-Gvirs Kommentaren in seiner Instagram-Story und fügte eine kurze Nachricht hinzu, in der er die Aussagen des Ministers zurückwies. Der marokkanische Nationalspieler schrieb, dass palästinensische Leben wertvoller seien als Ben-Gvir, als direkte Antwort auf Äußerungen, die zum Töten von Palästinensern im Gazastreifen aufriefen.
Ben-Gvir sieht sich wiederholt internationaler Kritik wegen seiner Aussagen zum Krieg in Gaza ausgesetzt und hat politische Maßnahmen gefordert, darunter die Erweiterung israelischer Siedlungen im Gebiet und die Aufforderung an Palästinenser, die Region zu verlassen.
Der jüngste Austausch ist nicht die erste Konfrontation zwischen Ziyech und Ben-Gvir. Der marokkanische Spieler hat zuvor die Positionen des israelischen Ministers zu Palästinensern kritisiert, während Ben-Gvir seinerseits Ziyech öffentlich angegriffen und ihn des Antisemitismus beschuldigt hat.
Ziyech kritisierte Ben-Gvir auch Anfang dieses Jahres, nachdem der Minister die Genehmigung von Gesetzen zur Todesstrafe für palästinensische Gefangene gefeiert hatte. Der Streit eskalierte anschließend in den sozialen Medien, wobei Ben-Gvir weitere Anschuldigungen und Drohungen gegen den Fußballer richtete.
Der ehemalige Spieler von Ajax, Chelsea und Galatasaray hat sich seit mehreren Jahren offen zur palästinensischen Frage geäußert. Er hat immer wieder seine sozialen Medien genutzt, um Solidarität mit Palästinensern auszudrücken und die militärische Kampagne Israels im Gazastreifen zu kritisieren.
Ziyech hat sich auch anderen Athleten in politischen und humanitären Initiativen angeschlossen, die mit dem Konflikt verbunden sind. Er gehörte zu den Sportfiguren, die einen Brief an die UEFA unterzeichneten und Maßnahmen bezüglich der Teilnahme Israels an europäischen Fußballwettbewerben forderten.
Sein letzter Beitrag hat erneut seine politische Haltung ins Rampenlicht gerückt und zeigt die wachsende Rolle prominenter Athleten in öffentlichen Debatten über internationale Konflikte und humanitäre Fragen.
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