Klima: Mai 2026 – zweitwärmster Mai weltweit
Laut dem neuesten Bericht des europäischen Klimabeobachtungsdienstes Copernicus war der Mai 2026 der zweitwärmste Mai weltweit, der jemals gemessen wurde. Diese Warnung erfolgte, nachdem Europa eine frühe und außergewöhnliche Hitzewelle erlebt hatte. Dies verdeutlicht die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse, die sich auf dem Kontinent zu einer neuen Klimanorm entwickeln.
Den Daten des Berichts zufolge erlebte Westeuropa einen besonders schnellen Übergang von unterdurchschnittlichen saisonalen Temperaturen zu einigen der intensivsten Hitzewellen, die jemals zu dieser Jahreszeit gemessen wurden. In mehreren Regionen erreichten die gefühlten Temperaturen 35 bis 40 Grad Celsius und beeinträchtigten Bevölkerung, landwirtschaftliche Nutzpflanzen und lokale Ökosysteme.
Experten betonen, dass dieser plötzliche Temperaturanstieg den Bewohnern und der Wirtschaft kaum Zeit zur Anpassung ließ und somit die gesundheitlichen und ökologischen Folgen verschärfte.
Weltweit erreichte die durchschnittliche Lufttemperatur im Mai 2026 15,18 °C – der zweithöchste jemals für diesen Monat gemessene Wert. Die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur erreichte ebenfalls ihren zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, nur knapp hinter dem Rekordwert vom Mai 2024.
Copernicus hebt zudem Anzeichen für die Entwicklung eines neuen El-Niño-Klimaphänomens hervor. Prognosen deuten darauf hin, dass dieses Ereignis zu den stärksten jemals gemessenen gehören und bis 2027 zu neuen globalen Hitzerekorden beitragen könnte.
Die außergewöhnlich hohen Temperaturen, die in mehreren Gebieten des äquatorialen Pazifiks beobachtet wurden, bestärken diese Befürchtungen. Wissenschaftler befürchten, dass diese Entwicklung extreme Hitze, Dürren und Klimaveränderungen in verschiedenen Regionen der Welt weiter verschärfen wird.
Im Mai verzeichneten mehrere europäische Länder, darunter Großbritannien, Frankreich, Irland und Portugal, neue Hitzerekorde. Verschärft wurde diese Situation durch das Eintreffen einer Heißluftmasse aus Nordafrika, die in weiten Teilen Westeuropas Temperaturen deutlich über dem saisonalen Durchschnitt verursachte.
Angesichts dieser Entwicklungen betonen Klimaforscher die dringende Notwendigkeit, Anpassungsmaßnahmen zu verstärken und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Bevölkerung und Ökosysteme zu begrenzen.
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