Künstliche Intelligenz zählt laut Allianz zu den größten globalen Risiken für Unternehmen
Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zu einem der größten Risiken für Unternehmen weltweit. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des deutschen Versicherungskonzerns Allianz hervor. KI wird darin als zweitgrößte globale Bedrohung eingestuft, direkt hinter Cyberkriminalität – im Vergleich zu Platz zehn im Vorjahr.
Der Bericht mit dem Titel „Risikobarometer“ verdeutlicht die zunehmende Vernetzung der Risiken von KI und Cyberkriminalität. Online-Kriminelle nutzen diese Technologien verstärkt, um die Effektivität und Raffinesse ihrer Angriffe zu steigern und so die IT-Systeme von Unternehmen angreifbarer zu machen.
Neben böswilliger Nutzung betont Allianz, dass KI auch ohne kriminelle Absicht eine Gefahr darstellen kann. Der Einsatz von KI-Tools durch Führungskräfte oder Mitarbeiter zur Entscheidungsfindung auf Basis ungenauer, verzerrter oder irreführender Daten kann schwerwiegende finanzielle, rechtliche und strategische Konsequenzen haben.
Die Studie, die im Oktober und November letzten Jahres durchgeführt wurde, basiert auf den Antworten von 3.338 Teilnehmern aus 79 Ländern. Die Studie umfasste Führungskräfte, Risikomanager, Schadensachbearbeiter, Makler, Manager spezialisierter Branchen und Mitarbeiter der Allianz Gruppe und bot so einen umfassenden, branchenübergreifenden Überblick über neu auftretende Risiken.
Der Bericht hebt zudem geografische Unterschiede in der Risikowahrnehmung hervor. Künstliche Intelligenz (KI) rangiert in Deutschland an vierter, in der Schweiz an zweiter Stelle und ist in Österreich das Hauptanliegen. Dies verdeutlicht die unterschiedliche Sensibilität in Abhängigkeit von den jeweiligen nationalen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Abschließend warnt die Allianz vor dem zunehmenden Einsatz von KI durch Cyberkriminelle für Social-Engineering-Angriffe. Diese Cyberkriminellen nutzen Methoden wie die Vortäuschung der Identität von Führungskräften, den Versand hochgradig personalisierter E-Mails, Stimmklonierung und die Erstellung manipulierter Videos mithilfe von Deepfake-Technologie, was die Betrugserkennung zusätzlich erschwert.
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