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Marokko macht den Kampf gegen Terrorismus und gewalttätigen Extremismus zu einer strategischen Priorität

Tuesday 02 - 11:30
Marokko macht den Kampf gegen Terrorismus und gewalttätigen Extremismus zu einer strategischen Priorität

Auf der 35. Sitzung der UN-Kommission für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege in Wien bekräftigte Marokko sein Engagement im Kampf gegen Terrorismus und gewalttätigen Extremismus und betonte einen umfassenden Ansatz, der auf Sicherheit, menschlicher Entwicklung und internationaler Zusammenarbeit basiert.

Der marokkanische Botschafter und Ständige Vertreter bei den Internationalen Organisationen in Wien, Ezzeddine Farhane, hob im Namen des Königreichs hervor, dass sich die von König Mohammed VI. initiierte marokkanische Strategie in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgrund ihrer Effektivität und Ausgewogenheit als international anerkanntes Modell etabliert hat.

Der Diplomat erklärte, dieser Ansatz beruhe auf einer Kombination aus strengen Sicherheitsmaßnahmen, Politik der menschlichen Entwicklung, institutionellen Reformen und der Förderung der Werte Mäßigung, Toleranz und Koexistenz. Er unterstrich zudem Marokkos Bekenntnis zum Multilateralismus und zum Aufbau eines stärker auf den Menschen ausgerichteten internationalen Sicherheitssystems, das auf Prävention, Solidarität und Resilienz beruht.

In diesem Kontext beherbergt das Königreich das Büro des UN-Programms zur Terrorismusbekämpfung und Ausbildung (UNCTAP) in Rabat, das sich zu einer führenden regionalen Plattform für Kapazitätsaufbau und kontinentale Zusammenarbeit entwickelt hat. Marokko hat seine Rolle auf der internationalen Sicherheitsbühne zudem gestärkt, indem es 2025 die 93. Interpol-Generalversammlung in Marrakesch ausrichtete und mehrere internationale Konferenzen für Terrorismusopfer und zur Strafverfolgung veranstaltete.

Der marokkanische Vertreter kündigte außerdem das bevorstehende zweite Internationale Forum der Staatsanwälte zur Bekämpfung von Menschenhandel und Schleusung von Migranten an, das in Rabat in Partnerschaft mit dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung stattfinden wird.

Auf nationaler Ebene modernisiert Marokko sein Strafrechtssystem weiterhin im Einklang mit internationalen Standards und Menschenrechtsprinzipien. Zu den durchgeführten Reformen gehören die Stärkung der Mechanismen zur Bekämpfung der transnationalen organisierten Kriminalität, die Einführung alternativer Strafen und die Entwicklung von Mechanismen der restaurativen Justiz, die die Wiedereingliederung fördern und Rückfälle verhindern.

Im Bereich Migration setzt das Königreich seine nationale Einwanderungs- und Asylstrategie fort, die auf einem ausgewogenen und humanen Ansatz basiert und Migranten den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen gewährleistet. Gleichzeitig führen die marokkanischen Behörden ihren Kampf gegen kriminelle Netzwerke fort, die in Schleusung und Menschenhandel verwickelt sind. Bis 2025 wurden mehr als 105 Netzwerke zerschlagen, 415 Schleuser festgenommen, 684 gefälschte Reisedokumente beschlagnahmt und mehr als 34.000 Versuche irregulärer Migration vereitelt.

Angesichts der zunehmenden Vernetzung von Terrorismus, organisierter Kriminalität, Cyberkriminalität, Waffenhandel und illegalen Finanzströmen fordert Marokko eine verstärkte multilaterale Zusammenarbeit auf der Grundlage von gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamer Verantwortung und internationaler Solidarität.

Am Rande dieser UN-Sitzung veranstaltet das Königreich eine Veranstaltung zum Thema „Marokkanisches Modell der Deradikalisierung: Zwei Jahrzehnte Versöhnung, Rehabilitation und Prävention“. Damit unterstreicht es sein Engagement, seine Erfahrungen zu teilen und präventive Ansätze im Kampf gegen gewalttätigen Extremismus international zu fördern.


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