Marokko startet UN-Initiative zur Stärkung der Süd-Süd-Kooperation
Marokko hat durch seinen Ständigen Vertreter bei den Vereinten Nationen, Botschafter Omar Hilale, die bevorstehende Gründung einer „Gruppe der Freunde der Süd-Süd- und Dreieckskooperation“ im UN-Hauptquartier in New York angekündigt. Die Initiative wurde im Anschluss an die erweiterte Sitzung des Büros des UN-Hochrangigen Komitees für Süd-Süd-Kooperation vorgestellt, die diese Woche in Santa Marta, Kolumbien, stattfand.
In seiner Rede betonte der marokkanische Diplomat, dass die durch die Gespräche in Santa Marta entstandene Dynamik nun in eine verstärkte politische Koordinierung und ein nachhaltiges Engagement für Kooperationsmechanismen zwischen den Ländern des Globalen Südens münden müsse.
Omar Hilale erklärte, dass diese Initiative, die in Partnerschaft mit dem Büro der Vereinten Nationen für Süd-Süd-Kooperation durchgeführt wird, darauf abzielt, eine offene und informelle Plattform zu schaffen, um den strategischen Dialog zu fördern, Partnerschaften zu stärken und die Formen der Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb des UN-Systems zu diversifizieren.
Der marokkanische Vertreter erinnerte daran, dass diese Initiative mit der Vision von König Mohammed VI. übereinstimmt, eine unterstützende, pragmatische und für alle Seiten vorteilhafte Süd-Süd-Kooperation für die Länder des Globalen Südens zu fördern. Dieser Ansatz zielt insbesondere darauf ab, die gemeinsame Entwicklung der afrikanischen, lateinamerikanischen, karibischen und pazifischen Staaten zu unterstützen.
In einem internationalen Kontext, der von Diskussionen über die Zukunft des Multilateralismus im Rahmen der vom UN-Generalsekretär ins Leben gerufenen Initiative „UN 80“ geprägt ist, beabsichtigt die künftige Gruppe der Freunde, die Rolle der Süd-Süd- und Dreieckskooperation in der internationalen Entwicklungspolitik zu stärken.
Die marokkanische Initiative umfasst zudem die Einrichtung einer Plattform für den Erfahrungsaustausch, die Intensivierung der Konsultationen zwischen den Delegationen, den Aufbau technischer Partnerschaften sowie die Förderung von Ausbildung und technischer Unterstützung für die Mitgliedsländer.
Mit dieser neuen diplomatischen Plattform bekräftigt Rabat sein Engagement für eine aktive Rolle bei der Förderung einer inklusiveren internationalen Governance, die auf Solidarität zwischen den Nationen des Globalen Südens beruht.
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