Marokkos Frauenmannschaft strebt drittes WAFCON-Finale in Folge nach WM-Qualifikation an
Die marokkanische Frauen-Nationalmannschaft hat bereits eines ihrer Hauptziele beim Afrikanischen Frauenpokal der Nationen 2026 erreicht. Nun streben die Löwinnen des Atlas nach einem noch größeren Preis: einem Platz im kontinentalen Finale für die dritte aufeinanderfolgende Ausgabe.
Marokko trifft am Mittwoch im Halbfinale im Moulay El Hassan Stadion in Rabat auf Kamerun, wobei ein Platz im Finale des Turniers auf dem Spiel steht. Das Spiel findet nur wenige Tage nach dem Sieg der marokkanischen Mannschaft gegen Südafrika im Viertelfinale statt, der ihnen das Ticket zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien sicherte.
Eine Kampagne, die auf Konstanz basiert
Unter Cheftrainer Jorge Vilda hat Marokko seit Beginn des Turniers eine gefasste Kampagne abgeliefert. Die Mannschaft beendete die Gruppe A mit sieben Punkten und kombinierte offensive Effizienz mit einer zunehmend disziplinierten Defensivleistung.
Die Löwinnen eröffneten die Gruppenphase mit einem 4:0-Sieg gegen Kenia, bevor sie Algerien mit 1:0 besiegten. Ein torloses Unentschieden gegen Senegal rundete ihre Gruppenphase ab und stellte sicher, dass Marokko ungeschlagen blieb und kein einziges Tor kassierte.
Dieser Defensivrekord war eines der prägendsten Merkmale des Verlaufs der Mannschaft. Marokko hat gezeigt, dass sie in der Lage sind, Spiele zu kontrollieren, ohne ihren offensiven Ehrgeiz zu verlieren, ein Gleichgewicht, das sich gegen ein körperlich starkes Kamerun als entscheidend erweisen könnte.
Der Test gegen Südafrika unterstreicht Marokkos Widerstandsfähigkeit
Das Viertelfinale gegen Südafrika stellte eine deutlich härtere Prüfung dar. Marokko setzte sich schließlich mit 2:1 durch und überwältigte den angriffsstarken Gegner.
Die marokkanische Mannschaft erarbeitete sich einen zwei Tore Vorsprung, bevor Südafrika nach der Halbzeit aufholte. Anstatt jedoch den Schwung komplett zu verlieren, blieben Vildas Spieler organisiert und schützten ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff.
Der Sieg hatte eine doppelte Bedeutung. Er brachte Marokko nicht nur ins Halbfinale, sondern bestätigte auch die Qualifikation für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027.
Mit diesem Ziel nun gesichert, hat sich der Fokus eindeutig auf den afrikanischen Titel verschoben.
Kamerun steht zwischen Marokko und einem weiteren Finale
Das Halbfinale gegen Kamerun stellt die nächste große Herausforderung für eine marokkanische Mannschaft dar, die in den beiden vorherigen Ausgaben das Finale erreicht hat.
Marokkos aufeinanderfolgende Auftritte in den Finals 2022 und 2024 haben die Löwinnen des Atlas bereits als eines der führenden Frauenfußballteams Afrikas etabliert. Ein drittes aufeinanderfolgendes Finale würde ihren Aufstieg auf kontinentaler Ebene weiter unterstreichen.
Aber um diesen Meilenstein zu erreichen, wird eine weitere disziplinierte Leistung erforderlich sein. Marokko hat gezeigt, dass sie einen Vorsprung gegen hochkarätige Gegner verteidigen können, doch ihre Effizienz vor dem Tor könnte in einem Halbfinale, in dem die Chancen begrenzt sein könnten, besonders wichtig werden.
Die Priorität für Vildas Kader wird daher darin bestehen, die defensive Solidität, die während des gesamten Wettbewerbs gezeigt wurde, zu bewahren und ihre Chancen im letzten Drittel besser zu nutzen.
Von der WM-Qualifikation zu kontinentalen Ambitionen
Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 hat eine große Druckquelle beseitigt, aber auch die Erwartungen erhöht. Marokko kämpft nicht mehr nur um den Fortschritt; sie treten in die entscheidende Phase des Turniers mit einer realistischen Chance ein, den kontinentalen Titel zu gewinnen.
Das Aufeinandertreffen mit Kamerun wird entscheiden, ob diese Ambition lebendig bleibt.
Für die Löwinnen des Atlas ist das Halbfinale am Mittwoch mehr als nur eine Chance, ein weiteres Finale zu erreichen. Es ist eine Gelegenheit, eine erfolgreiche Turnierkampagne in einen weiteren Meilenstein für den marokkanischen Frauenfußball umzuwandeln.
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