UN: António Guterres warnt vor Bedrohungen der UN-Charta
UN-Generalsekretär António Guterres richtete eine eindringliche Warnung an den Sicherheitsrat. Er erklärte, die UN-Charta, die er als „Leitfaden für das Überleben der Menschheit“ und größte Hoffnung für den Erhalt des Weltfriedens bezeichnete, stehe unter beispiellosem Druck.
In einer Debatte über die Wahrung der Ziele und Prinzipien der Charta prangerte Guterres eine besorgniserregende Aushöhlung des Völkerrechts an, insbesondere des Prinzips der territorialen Integrität der Staaten. Er wies zudem auf die sich vertiefenden geopolitischen Spaltungen hin, die die Fähigkeit des Sicherheitsrats beeinträchtigen, angesichts internationaler Krisen geeint und wirksam zu handeln.
Der UN-Chef hob die Zunahme und Verschärfung von Konflikten weltweit hervor und nannte mehrere große Bedrohungen, die die internationale Ordnung untergraben. Dazu gehören das beschleunigte Wettrüsten, zunehmende Menschenrechtsverletzungen, Spannungen zwischen den Erfordernissen von Frieden und Entwicklung sowie die fortschreitende Verschärfung der Klimakrise.
Er erklärte, diese Herausforderungen seien eng miteinander verknüpft und erforderten eine starke politische Mobilisierung der internationalen Gemeinschaft, um die Grundlagen des multilateralen Systems zu bewahren. Er rief die Mitgliedstaaten auf, die Bemühungen zur Konfliktprävention zu verstärken, die Achtung des Völkerrechts zu fördern und die Reform internationaler Institutionen zu beschleunigen, um sie an die Realitäten der heutigen Welt anzupassen.
Auf demselben Treffen plädierte der chinesische Außenminister Wang Yi, dessen Land im Mai den Vorsitz des Sicherheitsrates innehat, für einen verstärkten Dialog zwischen den ständigen Mitgliedern des Rates. Er betonte die Notwendigkeit, die Einheit und Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen durch eine bessere Koordinierung wichtiger internationaler Fragen zu wahren.
Wang Yi forderte zudem eine gründliche Evaluierung der Friedensmissionen, um deren Effektivität zu verbessern, und hob die Bedeutung einer Wiederbelebung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zur Bewältigung globaler Herausforderungen hervor.
US-Außenminister Michael George DeSombre bekräftigte seinerseits das langjährige Engagement der Vereinigten Staaten für die Gründungsmission der Vereinten Nationen: künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren. Er räumte jedoch ein, dass die Organisation dieses Ziel noch nicht vollständig erreicht habe, bekräftigte aber gleichzeitig, dass Washington seine Bemühungen fortsetze, die Vereinten Nationen wieder auf ihre Hauptaufgabe der Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit auszurichten.
Dieses Treffen findet vor dem Hintergrund besonders angespannter internationaler Verhältnisse statt, die durch eine Zunahme geopolitischer Krisen, ein schwindendes Vertrauen zwischen den Nationen und einen Rückgang des Multilateralismus gekennzeichnet sind. Angesichts dieser Herausforderungen betonten die im Sicherheitsrat versammelten Vertreter die dringende Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit zu stärken, um die Prinzipien zu bewahren, die seit über acht Jahrzehnten das Fundament des internationalen Systems bilden.
-
15:27
-
15:01
-
14:04
-
13:54
-
13:40
-
13:29
-
13:22
-
13:04
-
13:01
-
12:56
-
12:53
-
12:50
-
11:20
-
11:11
-
11:07
-
10:59
-
10:56
-
10:44
-
10:40
-
10:28
-
10:18
-
10:13
-
10:02
-
09:52
-
09:38
-
09:33
-
09:27
-
09:05
-
08:51
-
08:44
-
08:33
-
08:28
-
08:10
-
08:02