UNICEF: Krieg im Sudan hat bereits über 4.300 Kinder getötet oder verstümmelt
UNICEF warnt vor den verheerenden Folgen des Krieges im Sudan für Kinder und gibt bekannt, dass seit Beginn des Konflikts im April 2023 mehr als 4.300 Minderjährige getötet oder verstümmelt wurden.
Seit drei Jahren kämpfen die von Mohamed Hamdan Dagalo geführten Rapid Support Forces gegen die reguläre sudanesische Armee und haben das Land in eine schwere humanitäre und sicherheitspolitische Krise gestürzt.
In einem Bericht mit dem Titel „Darfur: 20 Jahre später – Kinder weiterhin bedroht“ weist UNICEF darauf hin, dass die Vereinten Nationen landesweit mehr als 5.700 schwere Verstöße gegen Kinderrechte dokumentiert haben, von denen mindestens 5.100 Kinder betroffen sind.
Die Organisation betont, dass sich die Lage weiter verschlechtert. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 verloren mindestens 160 Kinder ihr Leben und 85 weitere wurden durch die Gewalt verletzt.
Die Stadt El Fascher gehört zu den am stärksten von den eskalierenden Kämpfen betroffenen Gebieten. Laut Bericht wurden dort seit April 2024 mehr als 1.500 schwere Verstöße gegen Kinderrechte registriert, darunter der Tod oder die Verstümmelung von mehr als 1.300 Kindern.
Der Bericht führt aus, dass viele Minderjährige Opfer von Sprengstoff, Drohnenangriffen, sexueller Gewalt, Entführungen und Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen wurden.
Angesichts dieser alarmierenden Lage riefen die Vereinten Nationen die verschiedenen Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten, die Zivilbevölkerung zu schützen und einen sicheren und ungehinderten humanitären Zugang zu den Kriegsgebieten zu gewährleisten.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz warnte seinerseits vor einem möglichen Zusammenbruch des sudanesischen Gesundheitssystems und einem hohen Risiko der Ausbreitung von Krankheiten in mehreren Regionen des Landes.
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