USA lockern Impfempfehlungen für Kinder – Wichtige Kursänderung
Das US-Gesundheitsministerium kündigte am Montag eine umfassende Überarbeitung des nationalen Impfkalenders für Kinder an. Die Empfehlungen für mehrere Routineimpfungen werden zurückgenommen, um die amerikanische Impfpolitik an die einiger europäischer Länder anzugleichen. Dieser Schritt folgt einer Anweisung von Präsident Donald Trump vom Dezember, der Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. beauftragte, den Impfkalender zu überprüfen und zu prüfen, ob er stärker an die in anderen Industrienationen üblichen angepasst werden sollte.
Gemäß den neuen Richtlinien empfiehlt die US-Gesundheitsbehörde CDC Impfungen gegen Rotaviren, Meningokokken, Hepatitis A und saisonale Grippe nicht mehr generell. Stattdessen werden diese Impfungen im Rahmen eines Modells der „gemeinsamen klinischen Entscheidungsfindung“ empfohlen. Eltern und Ärzte sollen vor einer Impfung die individuellen Risiken und Vorteile besprechen. Die Behörde hatte bereits im vergangenen Jahr einen ähnlichen Ansatz für Covid-19- und Hepatitis-B-Impfstoffe für die meisten Gruppen eingeführt. Die Entscheidung erfolgte trotz der Meldung der CDC, dass die Grippe in den USA in diesem Winter bereits neun Kinderleben gefordert hat.
Das US-Gesundheitsministerium (HHS) gab außerdem bekannt, dass die Antikörper-Impfung zum Schutz von Säuglingen vor dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) künftig nur noch für bestimmte Risikogruppen empfohlen wird, ohne jedoch genau zu definieren, welche Säuglinge dafür infrage kommen. Darüber hinaus hat die CDC ihre Empfehlung für den HPV-Impfstoff überarbeitet und empfiehlt nun eine Einzeldosis-Impfung, obwohl die Zulassungsbehörden altersabhängige Mehrfachimpfungen zugelassen haben.
Das Ministerium betonte, dass es Impfungen gegen Krankheiten wie Masern, Mumps, Röteln, Kinderlähmung, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und HPV weiterhin dringend empfehlen wird und verwies auf die breite internationale Übereinstimmung über deren Bedeutung. Die Empfehlungen zur Windpockenimpfung bleiben ebenfalls bestehen. Insgesamt reduziert die Änderung den US-amerikanischen Impfplan für Kinder auf elf Impfungen (gegenüber 18 im Vorjahr) und tritt sofort in Kraft.
Die Überarbeitung umging das langjährige externe Beratungsgremium der CDC, den Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP), der traditionell die Evidenz prüft und über Änderungen abstimmt. Stattdessen stützte sich das US-Gesundheitsministerium (HHS) auf eine interne Bewertung zweier Beamter, die argumentiert hatten, der US-Impfplan sei im Vergleich zu anderen Ländern ungewöhnlich umfangreich. Die Analyse nannte Dänemark, Deutschland und Japan als Beispiele für Länder mit weniger empfohlenen Kinderimpfungen.
Kennedy, die sich seit Langem kritisch zur Impfpolitik äußert, argumentierte, das Vertrauen der Öffentlichkeit in Impfungen sei während der Pandemie gesunken und eine Lockerung der Empfehlungen für einige Krankheiten könne dazu beitragen, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Kinderärzte und Experten für öffentliche Gesundheit warnten jedoch, die Änderung berge die Gefahr, Eltern zu verunsichern und das Vertrauen weiter zu untergraben. Sie wiesen darauf hin, dass Krankheitsmuster, Gesundheitssysteme und Kostenüberlegungen von Land zu Land stark variieren.
Das HHS erklärte, alle zuvor empfohlenen Impfungen würden weiterhin von staatlichen Programmen wie Medicaid und von Krankenversicherungen im Rahmen des Affordable Care Act übernommen. Kritiker, darunter führende Vertreter der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde, äußerten Bedenken hinsichtlich Transparenz und wissenschaftlicher Aufsicht und stellten die Frage, ob der Kongress letztendlich eingreifen müsse, um die weitreichenderen Folgen der geänderten Impfpolitik abzufedern.
-
20:00
-
19:30
-
19:10
-
18:49
-
18:32
-
18:15
-
17:50
-
17:33
-
17:15
-
16:47
-
16:33
-
16:20
-
16:15
-
15:53
-
15:48
-
15:35
-
15:28
-
15:10
-
14:49
-
14:47
-
14:30
-
14:10
-
14:04
-
14:03
-
13:48
-
13:42
-
13:35
-
13:30
-
13:25
-
13:21
-
13:17
-
13:14
-
13:13
-
13:07
-
12:45
-
12:26
-
12:10
-
11:47
-
11:30
-
11:11
-
11:02
-
10:57
-
10:55
-
10:48
-
10:45
-
10:27
-
10:15
-
10:10
-
09:48
-
09:33
-
09:21
-
09:15
-
09:08
-
09:05
-
08:55
-
08:52
-
08:50
-
08:47
-
08:47
-
08:40
-
08:32
-
08:30
-
08:23
-
08:18
-
08:15
-
08:15
-
08:02
-
07:47
-
07:44
-
07:39
-
07:34
-
07:32
-
07:27
-
07:22
-
07:15
-
07:09
-
07:09