Zwei neue Strafanzeigen wegen sexueller Gewalt gegen Patrick Bruel
Der französische Sänger und Schauspieler Patrick Bruel sieht sich zwei neuen Strafanzeigen wegen sexueller Gewalt gegenüber, die zu laufenden rechtlichen Verfahren hinzukommen, die ihn bereits in mehreren separaten Fällen unter formelle Untersuchung gestellt haben.
Laut dem Anwalt der Beschwerdeführerinnen haben die beiden Frauen im Juli 2026 Anzeigen erstattet und behaupten, dass die Vorfälle angeblich im 1994 und 2005 stattfanden. Eine Anzeige betrifft eine angebliche Vergewaltigung, während die andere sich auf einen angeblichen sexuellen Übergriff bezieht.
Die Anzeigen wurden am 16. Juli und 23. Juli von der Anwältin Iris Biehler eingereicht, die in Zusammenarbeit mit der Fondation des Femmes arbeitet, einer Organisation, die Opfer von geschlechtsbezogener und sexueller Gewalt unterstützt.
Die angeblichen Vorfälle liegen mehrere Jahrzehnte zurück und könnten außerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist nach französischem Recht liegen. Dennoch entschieden sich die Beschwerdeführerinnen, sich zu äußern, und argumentieren, dass ihre Berichte dazu beitragen, ein Muster angeblichen Verhaltens über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren.
Patrick Bruel hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Sein Rechtsteam hat die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen konsequent zurückgewiesen und betont, dass er alle in den verschiedenen Fällen vorgebrachten Ansprüche bestreitet.
Die neuen Anzeigen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Künstler bereits wegen anderer Vorwürfe, einschließlich Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung, sexueller Übergriffe und sexueller Belästigung, unter formeller gerichtlicher Untersuchung steht. Im französischen Rechtssystem bedeutet die formelle Untersuchung (mise en examen), dass die ermittelnden Richter ernsthafte oder konsistente Beweise sehen, die eine weitere Prüfung rechtfertigen. Dies stellt keine Feststellung von Schuld dar, und die Unschuldsvermutung gilt während des gesamten Verfahrens.
Die französischen Justizbehörden haben noch nicht angekündigt, ob die neuesten Anzeigen zu zusätzlichen Ermittlungsmaßnahmen führen werden. Staatsanwälte und ermittelnde Richter werden die rechtlichen Implikationen der neuen Vorwürfe prüfen, einschließlich aller Fragen im Zusammenhang mit gesetzlichen Fristen.
Der Fall zieht weiterhin erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, während das französische Justizsystem mehrere Vorwürfe prüft und gleichzeitig sicherstellt, dass die Rechte sowohl der Beschwerdeführerinnen als auch der Beschuldigten während des gesamten rechtlichen Verfahrens respektiert werden.
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