Folgen Sie uns auf Facebook
Trump droht mit Bodenoffensive, Maduro reagiert trotzig
Am Donnerstag, dem 27. November 2025, kündigte Präsident Trump während eines Thanksgiving-Telefonats mit US-Militärangehörigen eine Verschärfung der Operationen gegen venezolanische Drogenhändler an. Diese schockierende Aussage des Präsidenten löste eine neue verbale Eskalation mit dem Chavista-Führer Nicolás Maduro aus, während die Spannungen in der Karibik ihren Höhepunkt erreichten.
„Sie haben in den letzten Wochen daran gearbeitet, venezolanische Drogenhändler abzuschrecken […], die nicht mehr in großer Zahl auf dem Seeweg eintreffen“, erklärte Trump, bevor er hinzufügte:
„Wir werden sehr bald damit beginnen, sie an Land zu verhaften […].“
Diese Äußerungen, über die CNN berichtete, fallen in den Kontext der US-Militäroperation „Southern Lance“, die seit dem 2. September läuft. An dieser Operation sind ein Dutzend Kriegsschiffe und mehr als 15.000 Soldaten beteiligt. Sie umfasst auch Luftangriffe gegen Schiffe, die im Verdacht stehen, Drogen zu transportieren. Berichten zufolge wurden dabei bereits mehr als 80 Menschen getötet.
Maduro erhebt seine Stimme
Nach wochenlangem Schweigen scheint sich auch Nicolás Maduro nun zu Wort gemeldet und seinem amerikanischen Amtskollegen – zumindest öffentlich – die Stirn geboten zu haben.
Laut der Zeitung „El Universal“ befahl er am Donnerstag der venezolanischen Luftwaffe, sich zur Verteidigung des Staatsgebiets bereitzuhalten. Er bezog sich dabei auf Venezuelas Wandel zu einer „Republik der Waffen“, eine von der venezolanischen Regierung häufig verwendete Formulierung, mit der sie den USA im Falle eines Angriffs ein „neues Vietnam“ verspricht.
Viele Beobachter bezweifeln jedoch die Unterstützung, die Maduro in der Bevölkerung genießt, da ihm vorgeworfen wird, im Juli 2024 mit weniger als 30 % der Stimmen durch Wahlbetrug wiedergewählt worden zu sein. Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado bekräftigt weiterhin, dass die Tage des Regimes „gezählt“ seien, wie die spanischsprachige Website des deutschen Senders Deutsche Welle hervorhebt.
Der diplomatische Ansatz
Trotz der zunehmend scharfen Rhetorik ist eine diplomatische Lösung nicht ausgeschlossen. Die amerikanische Nachrichtenseite Axios berichtete kürzlich, dass Präsident Trump und seine Berater ein direktes Gespräch mit Nicolás Maduro erwägen, obwohl die USA das Cartel de los Soles – die Drogenhandelsorganisation, die der venezolanische Präsident laut Washington führt – erst kürzlich als Terrororganisation eingestuft haben.
Laut Geoff Ramsey vom Thinktank Atlantic Council, zitiert vom venezolanischen Medienportal Efecto Cocuyo, erscheint eine Einigung der beiden Staatschefs unwahrscheinlich:
„Bisher war keine Verhandlung erfolgreich, die mit der Forderung nach dem sofortigen Rücktritt von Nicolás Maduro begann. Maduro hat gezeigt, dass er bereit ist, extreme Risiken einzugehen, um in Miraflores [dem venezolanischen Präsidentenpalast] an der Macht zu bleiben.“
Laut Ramsey scheint Maduro zwar bereit zu sein, privilegierten Zugang zu den enormen Ölvorkommen des Landes zu gewähren, doch die Pattsituation wird so lange andauern, wie er seinen sofortigen Rücktritt ablehnt.