Eilmeldung 16:36 China und Südkorea verurteilen Besuche japanischer Minister im Yasukuni-Schrein 16:19 Elena Colas gewinnt mit 16 Jahren den europäischen Titel am Schwebebalken in ihrer Durchbruchssaison 15:52 Marseille: Mann gesucht nach angeblichem Angriff auf Ex-Partnerin 15:44 Liechtenstein beendet die Regel der männlichen Nachfolge für den Thron 15:39 Flughafen Catania nimmt den Betrieb wieder auf, nachdem die Luftfahrtwarnung für den Ätna herabgestuft wurde 15:29 PSG-Transfer-Rückschlag: Zion Suzuki-Wechsel scheitert nach späten Forderungen 14:58 Iran fordert die Freilassung von drei Piloten, die während des Angriffs im März in Katar gefangen genommen wurden 14:49 Champagnernte: Behörden schließen Unterkunft, die für Saisonarbeiter als ungeeignet erachtet wird 14:47 Frankreich: Drei Feuerwerkstechniker bei Explosion während Vorbereitungen in Gruissan verletzt 14:28 Die DGSN Marokkos kündigt 10 neue Ernennungen in Führungspositionen der Sicherheit an 14:26 Maharashtra weitet seine Lebensmittelkontrollen auf Quick-Commerce-Riesen aus 13:58 Betrug in Villejuif: falscher Wasserarbeiter und zwei gefälschte Polizisten stehlen über 110.000 € 13:51 Pariser Staatsanwälte eröffnen Ermittlungen zu Cyberangriff auf Steuerverwaltung, der 700.000 Konten betrifft 13:46 Drei emiratische Öltanker innerhalb von 24 Stunden in der Nähe der Straße von Hormuz angegriffen 13:42 Teenager bei Schießerei in der Nähe von Lyon schwer verletzt, Ermittlungen wegen organisierter Kriminalität eingeleitet 13:39 Marokko tritt als wichtiger Vermittler bei der Freilassung eines in Mali festgehaltenen französischen Geheimdienstmitarbeiters auf 13:23 Gitex Afrika Marokko tritt in eine neue Phase ein, während die Behörden vier Jahre Auswirkungen bewerten 13:13 Angriff im Libanon fordert sieben Todesopfer, während die Spannungen an der Grenze zu Israel erneut steigen 13:11 Jordan Bardella verdient seit 2024 über 1 Million Euro an Buchhonoraren 13:04 Granada von seltenem Erdbeben der Stärke 5 im Süden Spaniens erschüttert 13:00 Tanger Med stärkt seine Position auf der Schifffahrtsroute Asien-Rotes Meer-Europa 13:00 Isère eröffnet Ermittlungen nach angeblichen antisemitischen Äußerungen in einem Café in Les Deux Alpes 12:55 Ceuta sieht sich erneuten Migrationsspannungen gegenüber, während Marokko online Aufrufe entgegenwirkt 12:45 Marokko warnt Chrome-Nutzer vor Sicherheitsanfälligkeiten, die dringende Updates erfordern 12:30 Trump sagt, dass der USS Abraham Lincoln bald durch einen anderen Flugzeugträger ersetzt wird 12:15 Künstliche Intelligenz sagt Sonnenaktivität fast neun Stunden im Voraus voraus 11:48 USA drohen Ländern mit Ausschluss aus Pax Silica wegen Zusammenarbeit mit China 11:30 UN berichtet über starken Anstieg der Migrantentodesfälle auf den Routen von Afrika nach Europa im Jahr 2026 11:11 NATO sieht sich wachsendem Druck hinsichtlich der Luftverteidigungsbedürfnisse der Ukraine gegenüber 10:55 Marokko hebt Visumpflicht für albanische Staatsbürger auf 10:50 Ebola-Ausbruch in der DR Kongo setzt Gesundheitssystem unter zunehmenden Druck 10:40 Thailand verschärft die Kontrolle über Ausländer, während digitale Überprüfungen marokkanische Influencer unter Druck setzen 10:32 Ronaldo und Georgina wählen getrennten Eigentumsregime nach der Hochzeit 10:10 Trump droht Iran mit massiven wirtschaftlichen Druck, während Friedensbemühungen ins Stocken geraten 09:48 Bericht beleuchtet den Einfluss von Anthropic-CEO Dario Amodeis Frau 09:33 Südkoreas Lee Jae Myung fordert Dialog mit Nordkorea zur Beendigung des Krieges und Eindämmung nuklearer Ambitionen 09:15 Vereinigte Staaten raten Reisenden, Reisen nach Ceuta aufgrund von Sicherheitsbedenken zu überdenken 08:49 Trump droht damit, die Straße von Hormuz nach dem Krieg mit dem Iran als US-Territorium zu beanspruchen 08:32 Starker Erdbeben der Magnitude 7.7 erschüttert Indonesien, Tsunamiwarnung ausgegeben 08:15 Ayoub Bouaddi belegt den fünften Platz im Golden Boy-Ranking, während europäische Riesen aufmerksam werden 08:00 Google bringt Gemini 3.7 Flash auf den Markt, um die KI-Programmierung und Automatisierung zu beschleunigen 07:47 Instagram präsentiert nach einem Jahrzehnt ein modernisiertes Wortzeichen 22:00 Trump zögert mit Unterstützung für Netanyahu, während die Spannungen vor der israelischen Wahl zunehmen 21:33 Uber und Pony.ai planen den Einsatz von 2.000 autonomen Taxis in Europa und dem Nahen Osten 21:15 OpenAI-Umsatz wird voraussichtlich 40 Milliarden Dollar übersteigen im Zuge des Booms der künstlichen Intelligenz 20:50 Erdoğan skizziert Vision für ein stärkeres und technologisch fortschrittlicheres Türkiye 20:30 Wirtschaft Russlands wächst im zweiten Quartal um 1,3 % dank gestiegener Ausgaben 20:17 Neuseeland zieht Unterstützung für Infantinos vierten FIFA-Präsidentschaftsantrag zurück 20:00 Ronaldo präsentiert mutige neue Haarfarbe nach der Hochzeit 19:44 Deutschland verzeichnet ersten Rückgang der Unternehmensinsolvenzen seit Februar 19:25 Honor bringt das neue Pad X9b Max auf den Markt

75 Jahre Grundgesetz: Braucht Artikel 3 ein Update?

Thursday 23 May 2024 - 09:30

Vor 75 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik verabschiedet. Im Zuge des Jubiläums wird eine Forderung wieder lauter, für die sich Interessenverbände seit Jahren einsetzen: Sie fordern eine Ergänzung des Artikel 3 Absatz 3, um queere Menschen zu schützen.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik feiert in diesem Jahr das 75. Jubiläum. Seit 1949 schützt es unsere Demokratie und garantiert die Rechte der Menschen, die in Deutschland leben. Zu diesen Grundrechten zählen unter anderem die Meinungs- und Glaubensfreiheit und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Grundgesetz mehrmals verändert, neue Artikel wurden hinzugefügt, bestehende ergänzt oder aufgehoben. Über eine Änderung wird seit Jahren diskutiert: die Ergänzung von Artikel 3 um das Merkmal der "sexuellen Identität".

Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz besagt: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Ein Grundgesetz für alle

Die Initiative "Grundgesetz Für Alle" (GFA) setzt sich seit Jahren für die Ergänzung des Artikels ein, um Menschen vor Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu schützen. Ihre Petition haben inzwischen über 95.000 Menschen unterzeichnet (Stand 21. Mai 2024). Für eine Grundgesetzänderung sprach sich laut "queer.de" vor Kurzem auch die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, aus. Auch der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) gehört zu den Erstunterzeichnern der Initiative "Grundgesetz Für Alle". "Der verfassungsrechtliche Rechtsschutz für LSBTIQ (Anm.d.Red.: Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche und queere Menschen) ist bis heute noch nicht explizit gegeben", sagt Kerstin Thost, Pressesprecher*in des LSVD, unserer Redaktion.

Kritiker halten eine Ergänzung für Symbolpolitik und unnötig, denn das Grundgesetz schütze auch LSBTIQ. Bisherige Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zeigten laut LSVD, "dass der Schutz der sexuellen Identität den im Rahmen des Abs. 3 genannten Diskriminierungsmerkmalen im Wesentlichen gleichkommt". In einigen Bundesländern schützen die Landesverfassungen explizit vor einer Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität. Zudem trat 2006 bundesweit das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft, das die Diskriminierung aufgrund des Lebensalters und der sexuellen Identität verbietet. Allerdings gilt dieses nicht bei Diskriminierung durch Behörden.

Kriminalisierung queerer Menschen

Dass LSBTIQ ausreichend rechtlich geschützt seien, sieht der LSVD anders. Die Rechtsprechung biete keine dauerhafte Sicherheit in der Zukunft, denn die Gesetze könnten anders ausgelegt werden. Hinzu komme, dass die heutige Fassung des Grundgesetzes parallel zu Gesetzen existierte, die der Verfolgung queerer Menschen diente. Der Begriff "queer" bezieht sich im Kontext dieses Artikels auf LSBTIQ.

Denn auch nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reiches" und dem Ende der NS-Herrschaft kam es jahrzehntelang zu einer "massiven Kriminalisierung und Entrechtung queerer Menschen vor allem durch den Paragrafen 175", sagt Kerstin Thost. Dieser noch aus dem Kaiserreich stammende Paragraf legitimierte die staatliche Verfolgung von schwulen und bisexuellen Männern. Endgültig gestrichen wurde der Paragraf erst vor 30 Jahren, im Jahr 1994. Und erst 2017 wurde ein Gesetz beschlossen, das alle Urteile, die nach 1945 gefällt wurden, aufhob. Inzwischen können Betroffene Entschädigungen beantragen.

Nachdem 1994 Menschen mit Behinderung in das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes aufgenommen wurden, seien homosexuelle Menschen die einzige Opfergruppe der Nationalsozialisten, die nicht explizit in Artikel 3, Absatz 3 GG genannt werden. "Es ist jetzt endlich Zeit, diesen Anfangsfehler zu korrigieren", sagt Thost.

Es geht dem LSVD und seinen Mitstreitern um mehr als nur um das Prinzip. "Es wäre ein wichtiges Zeichen und eine konkrete Verbesserung der Rechtslage für LSBTIQ, um aus der Unsichtbarkeit herauszutreten, aber auch deshalb, weil wir immer mehr Angriffe auf unsere Demokratie und auf Minderheitenrechte sehen", sagt Thost.

Man nehme eine Angst innerhalb der Community wahr. Denn ein Rechtsruck in Deutschland und Europa könnte bedeuten, dass Gesetze wie die Ehe für alle und das Selbstbestimmungsgesetz wieder zurückgenommen werden. "Wir denken, dass die Hürde für das Wegnehmen von bereits erstrittenen Rechten viel höher wäre, wenn der Rechtsschutz in Artikel 3, 3 da wäre", sagt Thost. Eine Ergänzung diene daher auch der Absicherung.

Queerfeindlichkeit nimmt zu

Die Sorgen sind nicht unbegründet, denn die Zahl der Straftaten gegen queere Menschen steigt seit Beginn der Erfassung 2017. Im Vergleich zum Vorjahr erfassten die Behörden 2023 fast 50 Prozent mehr Straftaten im Bereich "sexuelle Orientierung" und über doppelt so viele im Bereich "geschlechtsbezogene Diversität", wobei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.

"Wir sehen, dass es eine Normalisierung an menschenfeindlichen Aussagen gibt, sich die Grenze des Sagbaren auch in demokratischen Parteien nach rechts verschiebt und dass aus Worten und Internetkommentaren auch Taten werden", sagt Thost.

 


  • Fajr
  • Sonnenaufgang
  • Dhuhr
  • Asr
  • Maghrib
  • Isha

Mehr lesen

Diese Website, walaw.press, verwendet Cookies, um Ihnen ein gutes Surferlebnis zu bieten und unsere Dienste kontinuierlich zu verbessern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu.