Afrika in Alarmbereitschaft wegen der Ausbreitung des Ebola-Bundibugyo-Virus
Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union warnt, dass nach der Demokratischen Republik Kongo und Uganda, die bereits vom Ebola-Virus und seiner Bundibugyo-Variante betroffen sind, neun weitere Nachbarländer sowie Äthiopien als Hochrisikogebiete gelten. Der Ebola-Ausbruch hat in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) laut den neuesten Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag 204 Todesfälle bei 867 Verdachtsfällen verursacht. Die Gesundheitsbehörden warnen vor der Gefahr einer Ausbreitung der Krankheit auf zehn afrikanische Länder.
Ein vorheriger Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Freitag wies auf 177 wahrscheinlich mit Ebola in Verbindung stehende Todesfälle in der DRK bei 750 Verdachtsfällen hin.
Die Demokratische Republik Kongo (DRK) erklärte am 15. Mai einen Ebola-Ausbruch, verursacht durch das Bundibugyo-Virus, gegen das es derzeit weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt und das eine Sterblichkeitsrate von bis zu 50 % aufweist. Die WHO hat eine internationale Gesundheitswarnung herausgegeben.
Ebola hat in den letzten 50 Jahren in Afrika mehr als 15.000 Menschenleben gefordert, wobei die Sterblichkeitsrate laut WHO zwischen 25 % und 90 % schwankt. Der verheerendste Ausbruch ereignete sich in der Demokratischen Republik Kongo, einem riesigen zentralafrikanischen Land mit über 100 Millionen Einwohnern. Dort starben zwischen 2018 und 2020 fast 2.300 Menschen, und es wurden 3.500 Infektionen registriert.
Die Krankheit verursacht ein hoch ansteckendes hämorrhagisches Fieber und stellt trotz neuerer Impfstoffe und Behandlungen, die nur gegen das Zaire-Virus wirksam sind – welches für die meisten der in der Vergangenheit verzeichneten Epidemien verantwortlich war –, weiterhin eine erhebliche Bedrohung dar.
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