Erdbeben in Tibet: Mindestens 16 Tote, während China Notfallrettungsteams entsendet
Mindestens 16 Menschen sind gestorben, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7 ein gebirgiges Gebiet in Tibet im Südwesten Chinas erschütterte, was zu Gebäudeeinstürzen, weitreichenden Evakuierungen und einer umfangreichen Notfallreaktion führte. Rettungsteams wurden in die betroffenen Gemeinden entsandt, während die Behörden daran arbeiten, Überlebende zu finden und das Ausmaß der Schäden zu bewerten.
Das Erdbeben ereignete sich am Donnerstag um 22:33 Uhr in dem gebirgigen Gebiet rund um den Bezirk Baqing, berichteten chinesische Staatsmedien. Es wurde berichtet, dass mehr als 300 Häuser eingestürzt oder beschädigt wurden, während über 12.000 Bewohner aus den betroffenen Gebieten evakuiert wurden, so die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
China Central Television (CCTV) berichtete, dass mindestens 11 verletzte Personen in kritischem Zustand sind, was Bedenken hinsichtlich der möglichen menschlichen Verluste aufwirft, während die Rettungsoperationen fortgesetzt werden.
Nachtliches Erdbeben überrascht die Bewohner
Der Erschütterung traf viele Bewohner, während sie sich auf den Schlaf vorbereiteten, was wenig Zeit zum Reagieren ließ. Eine lokale Frau beschrieb, wie ihr Zuhause plötzlich zu wackeln begann und Haushaltsgegenstände um sie herum fielen.
Überwachungsvideos, die von chinesischen Medien und in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, zeigten Menschen, die aus Restaurants stürmten, während die Gebäude wackelten. Andere Aufnahmen hielten fest, wie Produkte von Supermarktregalen fielen, was die Kraft des Erdbebens veranschaulichte.
Rettungskräfte wurden ebenfalls gefilmt, wie sie nachts durch Trümmer suchten und Taschenlampen benutzten, um nach Lebenszeichen unter den eingestürzten Strukturen zu suchen.
Das Ausmaß der Schäden hat eine dringende Reaktion der lokalen Behörden ausgelöst, insbesondere in Gemeinden, in denen beschädigte Gebäude und schwierige Zugänge die Rettungsbemühungen erschweren könnten.
Über Tausend aus abgelegenen Berggemeinden evakuiert
Die betroffene Region stellt erhebliche logistische Herausforderungen für die Notfalldienste dar. Sie liegt in einer durchschnittlichen Höhe von über 4.500 Metern, ist dünn besiedelt, mit Siedlungen, die sich über eine raue Landschaft erstrecken, in der Landwirtschaft und Viehzucht wichtige Einkommensquellen sind.
Die Region liegt Hunderte von Kilometern von Lhasa, der regionalen Hauptstadt, entfernt, wobei Fahrten zu einigen betroffenen Orten mindestens 10 Stunden in Anspruch nehmen können.
Hunderte von Feuerwehrleuten, Rettungskräften und Polizisten wurden in die betroffenen Bezirke entsandt oder sind auf dem Weg dorthin. Laut CCTV sind die Teams mit Suchhunden, Detektionsgeräten und Ausrüstung ausgestattet, die dazu dient, Menschen zu befreien, die unter Trümmern eingeschlossen sind.
Auch das chinesische Militär hat sich an der Reaktion beteiligt und mehr als 300 Soldaten entsandt. Luftaufklärungseinheiten, einschließlich einer Drohne, wurden mobilisiert, um die Bedingungen vor Ort zu bewerten und Bereiche zu identifizieren, die dringend Hilfe benötigen.
Xi Jinping ordnet Notfallreaktion an
Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte laut Xinhua die maximal mögliche Rettungsaktion und drängte die Behörden, die Suche nach Überlebenden zu priorisieren und den Verletzten medizinische Hilfe zu leisten.
Xi hob auch die Gefahren hervor, die durch die hohe Lage und die kalten Temperaturen der Region entstehen, Faktoren, die die Risiken sowohl für Überlebende, die auf Hilfe warten, als auch für die im Freien arbeitenden Rettungskräfte erhöhen können.
Er forderte eine genaue Überwachung der Wetterbedingungen und möglicher Nachbeben, um die Wahrscheinlichkeit weiterer Katastrophen zu verringern.
Die unmittelbaren Prioritäten bleiben die Lokalisierung vermisster Bewohner, die Stabilisierung beschädigter Strukturen und die Sicherstellung, dass verletzte Personen behandelt werden. Die Zahl der bestätigten Todesfälle und das Ausmaß der Zerstörung könnten sich ändern, während die Rettungsteams isoliertere Gemeinden erreichen.
Warum Tibet anfällig für Erdbeben ist
Tibet liegt in einem seismisch aktiven Teil Asiens, wo die indischen und eurasischen tektonischen Platten aufeinandertreffen. Der resultierende geologische Druck hat zur Bildung zahlreicher Verwerfungen beigetragen, wodurch Erdbeben eine wiederkehrende Bedrohung in der gesamten Himalaya-Region darstellen.
In gebirgigen Gebieten können die Folgen eines großen Erdbebens über eingestürzte Gebäude hinausgehen. Abgelegene Siedlungen, eingeschränkter Straßenverkehr, schlechtes Wetter und die Möglichkeit zusätzlicher Bodenbewegungen können die Rettungsoperationen erschweren.
Für die von der jüngsten Katastrophe betroffenen Bewohner werden die kommenden Stunden entscheidend sein, während die Notfallteams weiterhin nach Überlebenden in beschädigten Gebäuden suchen und die Behörden daran arbeiten, das volle Ausmaß der Tragödie zu bestimmen.
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