Erdrutsch in Coltanmine im Kongo fordert über 200 Tote
Die Zahl der Todesopfer eines Erdrutsches in einer Coltanmine im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die Marke von 200 überschritten, darunter etwa 70 Kinder, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.
Der Erdrutsch ereignete sich am Dienstag im Abbaugebiet Rubaya in der Provinz Nord-Kivu und begrub Bergleute, Lebensmittelverkäufer und andere Kleinhändler unter sich.
Bei den Opfern handelte es sich überwiegend um Kleinschürfer, die in der Mine, die etwa 70 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Goma liegt, Coltan abbauten.
Das Bergbauministerium erklärte, die Zahl der Todesopfer könne noch steigen.
„Die vorläufige Zahl liegt bei über 200 Toten, darunter etwa 70 Kinder. Mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht“, so das Ministerium.
Lokale Medien berichteten unter Berufung auf einen überlebenden Kleinschürfer, dass ein Schacht langsam einzustürzen begann und innerhalb von Sekunden viele Menschen verschüttete.
Das mineralienreiche Abbaugebiet, in dem unter anderem Coltan, Kassiterit, Gold und Turmalin vorkommen, steht seit 2024 unter der Kontrolle der M23-Rebellen.
Die Regierung verurteilte die prekären Bedingungen des Abbaus aufgrund fehlender staatlicher Autorität und des illegalen Abbaus durch die Rebellen.
Der Vorfall ereignete sich nach einer weiteren Katastrophe im Januar an derselben Stelle, bei der laut lokalen Medienberichten über 400 Menschen ums Leben kamen.
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