Inmitten eskalierender Krisen bewahrt Marokko seine politische und sicherheitspolitische Stabilität

Tuesday 30 December 2025 - 16:15
Inmitten eskalierender Krisen bewahrt Marokko seine politische und sicherheitspolitische Stabilität

Während bewaffnete Konflikte und politische Krisen weltweit zunehmen, zeichnet sich Marokko durch seine Fähigkeit aus, ein hohes Maß an politischer und sicherheitspolitischer Stabilität aufrechtzuerhalten. Dies wird in der Ausgabe 2025 des Globalen Konfliktindex des ACLED-Projekts (Armed Conflict Location & Event Data) hervorgehoben, der das Königreich unter den Ländern mit wenigen oder keinen aktiven Konflikten einordnet. Diese Position spiegelt die Widerstandsfähigkeit des marokkanischen Staates in einem von erheblichen Spannungen geprägten regionalen Umfeld wider.

Anhand verschiedener Kriterien, darunter die Bedrohung der Zivilbevölkerung, die geografische Ausdehnung der Gewalt und der Grad der Fragmentierung bewaffneter Gruppen, misst der Index die Intensität von Konflikten weltweit. Den Daten des Berichts zufolge ist es Marokko gelungen, die Spannungsfaktoren einzudämmen und das Entstehen großflächiger politischer Gewalt zu verhindern, trotz seiner geografischen Nähe zu Gebieten, die von anhaltenden bewaffneten Konflikten betroffen sind.

Diese Stabilität beruht auf einem umfassenden präventiven Ansatz, der robuste Sicherheitsmaßnahmen, gezielte Sozialpolitik und einen geschickten Umgang mit sozialer Vielfalt kombiniert. Das Königreich legt Wert auf eine institutionelle Interpretation von Spannungen und betrachtet diese als beherrschbare Phänomene und nicht als existenzielle Bedrohungen. Dies hat eine Eskalation zu einem bewaffneten Konflikt verhindert.

Das Ranking hebt zudem Marokkos Fähigkeit hervor, regionale Fragilität als Hebel für strategische Wachsamkeit zu nutzen. Anstatt sich von Sicherheitsbedenken anstecken zu lassen, hat das Land seine institutionellen Überwachungsmechanismen und seine Anpassungsfähigkeit an Veränderungen im geopolitischen Umfeld gestärkt.

Diese Dynamik wird durch eine proaktive Präventionspolitik verstärkt, die auf frühzeitiger Informationsbeschaffung, der Regulierung des religiösen Bereichs und der Ausweitung der politischen Teilhabe basiert. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Anfälligkeit der Gesellschaft für extremistische Rhetorik zu verringern und die Öffentlichkeit vor einer Eskalation zu organisierter Gewalt zu schützen.

In den Augen internationaler Partner sendet Marokkos Stabilität ein starkes Signal. Das Königreich wird nicht nur als sicherer Hafen, sondern auch als verlässlicher Akteur im Umgang mit sensiblen Themen wie Terrorismusbekämpfung, irregulärer Migration und grenzüberschreitender Kriminalität wahrgenommen. Diese Haltung stärkt Marokkos Rolle als Garant regionaler Stabilität und festigt seinen diplomatischen Einfluss.

Künftig wird Marokko vor der Herausforderung stehen, diese Stabilität durch eine langfristige Vision zu konsolidieren, die nicht-konventionelle Sicherheitsherausforderungen, insbesondere in den Bereichen Ernährung, Energie und digitale Sicherheit, integriert. Die Stärkung der Resilienz von Lieferketten und die Verknüpfung von Sicherheitspolitik, nachhaltiger Entwicklung und territorialer Gerechtigkeit scheinen Schlüsselfaktoren für den Erhalt dieses Gleichgewichts zu sein.

Im Zentrum dieser Strategie steht ein zentrales Element: das Vertrauen zwischen Staat und Gesellschaft. Als wahrer Schutzwall gegen Konfliktdynamiken ermöglicht es Marokko, ein sensibles Gleichgewicht zwischen Entschlossenheit und Offenheit zu wahren und seine Erfahrungen zu einem Stabilitätsmodell in einer Region zu machen, die tiefgreifende Umbrüche erlebt.



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