Internationale Energieagentur fordert Nutzung von Ölreserven zur Marktstabilisierung
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Mitgliedsländer aufgefordert, mögliche Entnahmen aus strategischen Ölreserven zu koordinieren, um die derzeitige hohe Volatilität der globalen Energiemärkte angesichts geopolitischer Spannungen und rapide steigender Rohölpreise einzudämmen.
Dieser Aufruf erfolgte während eines virtuellen Treffens der Finanzminister der G7-Staaten am Montag, bei dem die Auswirkungen des Krieges mit Beteiligung des Iran auf die Weltwirtschaft und die Energiemärkte erörtert wurden.
In einer Presseerklärung gab die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama an, die IEA habe die Mitgliedstaaten zur Teilnahme an koordinierten Operationen zur Freigabe strategischer Bestände ermutigt, um die Marktspannungen zu verringern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass der Preis für Brent-Rohöl die Marke von 119 US-Dollar pro Barrel überschritten hat, was die Sorgen über einen anhaltenden Druck auf die Energiekosten und die Weltwirtschaft verstärkt.
Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, betonte in einer nach dem Treffen veröffentlichten Erklärung, dass die Mitgliedsländer derzeit über öffentliche Reserven von mehr als 1,2 Milliarden Barrel verfügen, zusätzlich zu den rund 600 Millionen Barrel, die aufgrund staatlicher Speicherverpflichtungen gehalten werden.
Eine endgültige Entscheidung über eine koordinierte Freigabe dieser Reserven steht jedoch noch aus. Der französische Minister für Industrie und Energie, Roland Lescure, erklärte, die G7-Staaten seien dennoch bereit, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Stabilität des Ölmarktes zu wahren und übermäßige Preisschwankungen zu begrenzen.
Angesichts dieser Unsicherheiten beobachten internationale Wirtschafts- und Energieexperten die Marktentwicklungen genau, da geopolitische Spannungen weiterhin die Preisvolatilität anheizen und die Befürchtung weitreichenderer Auswirkungen auf das globale Wachstum schüren.
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