Iran verschärft seine Position mit der Gründung einer „Straße-von-Hormus-Behörde“
Der Iran kündigte am Montag die Gründung einer neuen Behörde zur Verwaltung der Straße von Hormus an. Dies geschah inmitten der verschärften regionalen Spannungen nach dem Krieg zwischen Teheran und den USA sowie Israel. Die sogenannte „Persische Golfbehörde“ wird eingerichtet, während die Islamische Republik die strategische Wasserstraße weiterhin streng kontrolliert und die Einführung von Transitgebühren für Schiffe auf dieser wichtigen Handelsroute erwägt.
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran teilte einen Beitrag der neuen Behörde auf seinem offiziellen X-Plattform-Account. Darin hieß es, man werde „zeitnah über die Operationen in der Straße von Hormus und die neuesten Entwicklungen informieren“. Auch die Marine der Islamischen Revolutionsgarde teilte die Ankündigung.
Die genauen Aufgaben der neuen Behörde wurden noch nicht offiziell bekannt gegeben. Der iranische Nachrichtensender Press TV berichtete jedoch Anfang des Monats, dass diese Behörde Teil eines „Systems zur Ausübung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormus“ sei. Iranischen Medienberichten zufolge haben mehrere Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, bereits neue behördliche Anweisungen elektronisch erhalten.
Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar hat Teheran den Schiffsverkehr in diesem strategisch wichtigen Gebiet stark eingeschränkt. Obwohl am 8. April eine brüchige Waffenruhe in Kraft trat, betonen die iranischen Behörden, dass der Schiffsverkehr „nicht zum Vorkriegszustand zurückkehren wird“.
Die Kontrolle Irans über die Straße von Hormus gibt weiterhin Anlass zu großer Besorgnis auf den internationalen Märkten. Normalerweise werden fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasexporte durch diesen Seeweg transportiert, ebenso wie ein erheblicher Teil strategischer Güter, darunter Düngemittel und verschiedene industrielle Rohstoffe.
Gleichzeitig üben die Vereinigten Staaten weiterhin Druck auf iranische Häfen aus und verschärfen damit die Spannungen um diese wichtige Handelsroute für die Weltwirtschaft.
Die iranischen Behörden geben an, bereits mit der Erhebung von Gebühren für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, begonnen zu haben. Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, erklärte, ein „professioneller Mechanismus zur Steuerung des Seeverkehrs“ sei entwickelt worden und werde in Kürze vorgestellt.
Diese jüngste Eskalation in der Straße von Hormus verstärkt die Sorgen um die globale Energiestabilität, da die Ölpreise in einem besonders angespannten geopolitischen Umfeld weiterhin unter Druck stehen.
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