IWF: Düsterere globale Wirtschaftsaussichten bei anhaltendem Iran-Krieg bis 2027
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einer deutlicheren Verschlechterung der Weltwirtschaft als bisher angenommen, sollte der Konflikt im Iran bis 2027 andauern. Dies gilt insbesondere angesichts der anhaltenden Spannungen um Öl und strategische Schifffahrtsrouten.
Laut IWF würde ein Anstieg des Ölpreises auf bis zu 125 US-Dollar pro Barrel zu einer beschleunigten Inflation führen und die Weltwirtschaft in ein weitaus schlimmeres Szenario stürzen als ursprünglich erwartet. Der IWF geht davon aus, dass die bisherigen Annahmen, die von einem leichten Wachstumsrückgang und einer moderaten Inflation ausgingen, bei einem Fortdauern des Konflikts nicht mehr realistisch sind.
IWF-Chefin Kristalina Georgieva erklärte auf einer Veranstaltung des Milken Institute, dass sich dieses „negative Alternativszenario“ bereits teilweise bewahrheitet. Sie wies darauf hin, dass in mehreren Volkswirtschaften der Inflationsdruck wieder zunimmt.
Gleichzeitig reagieren die Energiemärkte stark auf die geopolitischen Spannungen. Die Ölpreise sind deutlich gestiegen. Laut Reuters-Daten erreichte Brent 113,92 US-Dollar pro Barrel und US-WTI 105,48 US-Dollar. Dieser Anstieg schürt die Befürchtung einer anhaltenden Volatilität auf den globalen Energiemärkten.
Im Zentrum dieser Spannungen steht die Straße von Hormus. Teheran kontrolliert diese strategisch wichtige Wasserstraße, während die Vereinigten Staaten weiterhin die uneingeschränkte Schifffahrtsfreiheit in diesem Gebiet fordern, die für den globalen Transport von Öl und Gas unerlässlich ist.
Geopolitische Unsicherheiten in Verbindung mit schwankenden Energiepreisen verstärken die Bedenken internationaler Institutionen. Der IWF warnt, dass die Folgen einer Eskalation oder eines langwierigen Konflikts weit über den Energiesektor hinausgehen und die gesamte Weltwirtschaft betreffen könnten.
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