IWF: Steigende Energiepreise heizen globale Inflation an

Friday 20 - 20:50
IWF: Steigende Energiepreise heizen globale Inflation an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte, er beobachte die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran und die daraus resultierenden Störungen der Energieversorgung genau. Er warnte, dass anhaltende Preissteigerungen zu erhöhtem Inflationsdruck und einem verlangsamten globalen Wirtschaftswachstum führen könnten.

Der Konflikt hat die Seetransporte von Öl und Erdgas beeinträchtigt und den Preis für Brent-Rohöl auf über 100 US-Dollar pro Barrel getrieben.

IWF-Sprecherin Julie Kozak erklärte, die Institution habe noch keine formellen Anträge auf Notfallfinanzierung erhalten, sei aber bereit, Mitgliedsländer bei Bedarf zu unterstützen. Sie merkte an, der IWF stehe in ständigem Austausch mit Finanzministern und Zentralbankgouverneuren sowie regionalen Institutionen.

Sie betonte, die Auswirkungen des Konflikts hingen von seiner Dauer, Intensität und seinem Umfang ab. Der IWF werde diese Entwicklungen in seinem aktualisierten Weltwirtschaftsausblick berücksichtigen, der Mitte April, zeitgleich mit den Frühjahrstagungen der Weltbank, veröffentlicht werden soll.

Kozak wies darauf hin, dass die Faustregel des IWF besagt, dass ein Anstieg der Energiepreise um 10 Prozent, sofern er etwa ein Jahr anhält, die globale Inflation um rund 40 Basispunkte erhöhen und das Wirtschaftswachstum um 0,1 bis 0,2 Prozent reduzieren könnte. Sollten die Ölpreise über einen längeren Zeitraum über 100 US-Dollar liegen, dürften die Auswirkungen auf Inflation und Wachstum noch gravierender ausfallen.

Sie betonte zudem, wie wichtig es für Zentralbanken sei, die mögliche Ausbreitung von Energiepreiserhöhungen auf andere Preisbereiche zu beobachten und die Stabilität der Inflationserwartungen zu beurteilen. Sie deutete an, dass die erste Einschätzung des IWF nahelege, dass der Krieg das Wachstum in den Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC) schwächen werde, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

 



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