Marokko unter den Top 10 afrikanischen Zielen für US-Infrastrukturinvestitionen
Laut der Website „The African Exponent“ belegt Marokko den achten Platz unter den zehn wichtigsten Infrastrukturprojekten, die die USA bis 2026 in Afrika finanzieren. Diese Platzierung spiegelt das wachsende Interesse Washingtons an der marokkanischen Infrastruktur wider, insbesondere an den Bereichen erneuerbare Energien und Schienenverkehr in Verbindung mit Industriegebieten.
Dieses Ranking steht im Einklang mit der US-Strategie zur Stärkung der regionalen Integration und zur Sicherung der Lieferketten auf dem afrikanischen Kontinent. Investitionen in Marokko unterstützen die Energiewende und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und nutzen gleichzeitig die geostrategische Lage des Königreichs nahe Europa, wodurch seine Rolle als regionales Energie- und Logistikzentrum gefestigt wird.
Auf kontinentaler Ebene ist das Projekt „Lobito-Korridor“ wegweisend. Es umfasst die Sanierung der historischen Benguela-Eisenbahn mit einer Länge von rund 1.300 Kilometern, die den Hafen von Lobito in Angola mit dem Kupfergürtel Sambias und der Demokratischen Republik Kongo verbindet. Dieser Korridor ist von strategischer Bedeutung für den Transport kritischer Mineralien.
Das Flüssigerdgasprojekt in Mosambik profitiert ebenfalls von starker US-amerikanischer Unterstützung, insbesondere durch eine Partnerschaft zwischen ExxonMobil und lokalen Partnern, die mit Unterstützung US-amerikanischer Finanzinstitute den Export des Gases auf die Weltmärkte vorantreibt.
Südafrika belegt den dritten Platz dank Projekten im Bereich erneuerbare Energien und Stromnetze im Rahmen der „Partnerschaft für eine gerechte Energiewende“, die die Abhängigkeit von Kohle verringern soll. Nigeria folgt auf Platz vier mit Initiativen zur Umwandlung von Gas in Strom und zur Modernisierung der Stromnetze im Rahmen des Programms „Power Africa“.
In Kenia konzentrieren sich amerikanische Investitionen auf die digitale Infrastruktur und die Verkehrsinfrastruktur, darunter Glasfasernetze und die Modernisierung der Verbindungen zwischen dem Hafen von Mombasa und dem Hinterland. Auch Äthiopien gehört zu den Nutznießern mit Projekten zur Energieübertragung und zum Ausbau von Industriekorridoren.
Ghana hat Fördermittel für die Entwicklung seiner Häfen und seines Energiesektors sowie für die Verbesserung der Zollabfertigung erhalten und damit seine wirtschaftliche Attraktivität gestärkt. In der Demokratischen Republik Kongo liegt der Schwerpunkt auf der Infrastruktur im Transport- und Bergbausektor, insbesondere auf Kupfer und Kobalt, die für die globale Energiewende unerlässlich sind. Schließlich profitiert Ägypten von Investitionen in Transport, Häfen und Energie und nutzt dabei seine strategische Lage am Eingang des Suezkanals.
Dieser Überblick bestätigt die wachsende Bedeutung amerikanischer Investitionen in Afrika, wobei Marokko sich als Schlüsselakteur in der neuen Landschaft strategischer Infrastruktur auf dem Kontinent positioniert.
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