Moody’s hebt Ausblick für Marokko auf positiv an

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Moody’s hebt Ausblick für Marokko auf positiv an

Moody’s hebt Ausblick für Marokko auf positiv an

Die amerikanische Ratingagentur Moody’s gab am Freitag, den 6. März, die Heraufstufung des Ausblicks für Marokkos Bonitätseinstufung bekannt. Dieser änderte sich offiziell von „stabil“ auf „positiv“. Das langfristige Rating bleibt in Landes- und Fremdwährungen unverändert bei „Ba1“. Diese Entscheidung spiegelt die Anerkennung der wirtschaftlichen und haushaltspolitischen Fortschritte wider, die das Königreich in den letzten Jahren erzielt hat.

Laut Moody’s Analyse basiert diese positive Ausblicksänderung auf mehreren bedeutenden makroökonomischen Entwicklungen. Die marokkanische Wirtschaft profitiert derzeit von einem soliden Wachstum, das durch ein günstiges Umfeld, die Umsetzung von Strukturreformen und eine deutliche Investitionsbeschleunigung begünstigt wird. Gleichzeitig beginnen die Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen der Regierung Früchte zu tragen, insbesondere dank der kontinuierlich steigenden Steuereinnahmen.

Die Agentur geht davon aus, dass sich diese Wachstumsdynamik und Haushaltsdisziplin fortsetzen und zu einem schnelleren Abbau der Staatsverschuldung als erwartet führen könnten. Dies ebnet den Weg für eine mögliche Verbesserung des marokkanischen Bonitätseinstufungsniveaus mittelfristig.

Die Beibehaltung des Ratings „Ba1“ spiegelt das ausgewogene Verhältnis zwischen den strukturellen Stärken des Königreichs und den weiterhin bestehenden Herausforderungen wider. Die Analysten von Moody’s heben die Robustheit der marokkanischen Institutionen, die Qualität der Regierungsführung und die umsichtige makroökonomische Steuerung hervor. Die schrittweise Diversifizierung der Wirtschaft, die ausreichenden Devisenreserven und der gute Zugang zu nationalen und internationalen Finanzmärkten stärken die Widerstandsfähigkeit des Landes gegenüber externen Schocks.

Andererseits betont die Agentur, dass die öffentlichen Finanzen weiterhin unter Druck stehen. Die Finanzierung wichtiger Sozialprogramme und der Umfang der Infrastrukturinvestitionen belasten den Staatshaushalt nach wie vor. Diese Verpflichtungen erfolgen in einem Kontext, in dem das Land weiterhin anfällig für Klimarisiken, insbesondere Dürren, ist.

Darüber hinaus begrenzen das noch relativ niedrige Pro-Kopf-Einkommen und die potenziellen finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem umfangreichen Netz öffentlicher Unternehmen derzeit das Potenzial für eine Verbesserung des Länderratings.

Über diese Bewertung hinaus bestätigte Moody’s auch die Länder-Ceilings, die die Risiken für in Marokko tätige Wirtschaftsakteure messen. Die Obergrenze für die Landeswährung bleibt bei „Baa1“ und liegt damit drei Stufen über dem Länderrating. Dieses Niveau spiegelt die hohe institutionelle Stabilität und die geringe externe Anfälligkeit des Königreichs wider, trotz des bedeutenden Anteils des öffentlichen Sektors an der Wirtschaft.

Die Obergrenze für Fremdwährungen bleibt ihrerseits bei „Baa2“ und liegt damit eine Stufe unter der Obergrenze für die Landeswährung. Diese Bewertung spiegelt ein moderates Risiko von Transfers und Konvertibilität im Falle einer schweren Finanzkrise wider. Abschließend betont die Agentur, dass Marokko seine Strategie der schrittweisen Liberalisierung seines Wechselkurssystems fortsetzt. Dieser Übergang wird vorsichtig gestaltet und soll sich voraussichtlich sukzessive fortsetzen.

 


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