Oxfam warnt: Milliardäre wachsen rasant, Armut hält an
Das Vermögen der Milliardäre weltweit ist im vergangenen Jahr um 2,5 Billionen US-Dollar gestiegen – genug, um extreme Armut 26 Mal zu beseitigen. Oxfam warnt vor zunehmender Ungleichheit und schwindenden Bürgerrechten.
Der jüngste Oxfam-Bericht bezeichnet das vergangene Jahrzehnt als „Jahrzehnt der Milliardäre“ und hebt hervor, dass trotz des rasanten Vermögenszuwachses fast die Hälfte der Weltbevölkerung weiterhin in Armut lebt und jeder Vierte nicht regelmäßig genug zu essen hat.
Die Zahl der Milliardäre weltweit hat erstmals die Marke von 3.000 erreicht.
Die Studie untersucht auch, wie die Superreichen zunehmend politische Macht und Einfluss in den Medien nutzen, um Wirtschaft und Gesellschaft zu ihren Gunsten zu gestalten.
„Fast die Hälfte der Befragten in 66 Ländern gab an, dass ‚Reiche in ihrem Land oft Wahlen kaufen‘“, so Oxfam. Dieser Trend befeuert laut Oxfam die Proteste der Bevölkerung.
„Extremer Reichtum führt zunehmend zu politischer Macht. Schätzungen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass Milliardäre ein politisches Amt bekleiden, 4.000-mal höher als bei normalen Bürgern“, heißt es weiter.
Regierungen reagieren auf die daraus resultierenden Unruhen mit der Einschränkung bürgerlicher Freiheiten, so die Hilfsorganisation.
„Zehn Millionen Menschen, die sich in Armut gefangen und machtlos fühlen, das System zu beeinflussen, gehen auf die Straße, stoßen aber auf autoritäre Maßnahmen“, heißt es in dem Bericht.
Oxfam fordert Regierungen dringend auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Kreislauf zu durchbrechen, indem sie extreme Ungleichheit bekämpfen, die Demokratie schützen und die Rechte der Menschen verteidigen.
Dies umfasst die Besteuerung der Superreichen, die Verschärfung der Regeln für Lobbyarbeit und Wahlkampffinanzierung sowie die Gewährleistung, dass sich normale Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen ohne Angst organisieren, protestieren und Gehör verschaffen können, so Oxfam.
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