Seeversicherer setzen Kriegsrisikodeckung im Arabischen Golf aus
Mehrere große internationale Seeversicherer haben beschlossen, die Kriegsrisikodeckung für Schiffe mit Ziel Arabischer Golf ab dem kommenden Donnerstag auszusetzen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, ihr finanzielles Risiko angesichts der verschärften regionalen Spannungen zu begrenzen.
Laut von Bloomberg eingesehenen Mitteilungen tritt die Entscheidung in Kraft, sobald Schiffe in die Hoheitsgewässer des Arabischen Golfs oder angrenzende Gebiete, einschließlich iranischer Gewässer, einlaufen. Ab diesem Zeitpunkt erlischt die Kriegsrisikodeckung automatisch.
Diese Maßnahme geht auf sieben der zwölf Mitgliedsverbände der International Group of P&I Clubs zurück, dem weltweit führenden Verband von Versicherern, die auf Schutz- und Entschädigungsversicherungen (P&I) spezialisiert sind. Sie betrifft ausschließlich die „Kriegsrisikoklausel“, während andere Versicherungsdeckungen unverändert bestehen bleiben.
Die Kriegsrisikodeckung ist für Schiffseigner und Charterer von entscheidender Bedeutung. Sie schützt vor Schäden durch bewaffnete Konflikte, Terroranschläge, Angriffe auf See, Piraterie und andere Sicherheitsbedrohungen auf See. Der Rückzug der Versicherung löst daher Besorgnis bei Reedereien aus, die für den internationalen Handel, insbesondere im Energiesektor, auf die strategisch wichtigen Golfrouten angewiesen sind.
Analysten befürchten, dass diese Aussetzung zu höheren Transportkosten in der Region führen könnte. Einige Unternehmen könnten gezwungen sein, ihre Routen anzupassen, um Gebiete zu meiden, die nun nicht mehr gegen Kriegsrisiken versichert sind. Dies könnte Auswirkungen auf globale Lieferketten haben.
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