Todesopfer nach starkem Erdbeben in Indonesien auf 47 gestiegen
Die Zahl der Todesopfer eines starken Erdbebens der Magnitude 7,7, das am Samstag im östlichen Indonesien erschütterte, ist laut der nationalen Katastrophenschutzbehörde (BNPB) auf 47 gestiegen.
Das Erdbeben wurde von mehreren starken Nachbeben gefolgt, die weitreichende Schäden an Wohnhäusern und der öffentlichen Infrastruktur in der Provinz Nusa Tenggara Oriental verursachten und den Straßenverkehr in mehreren Gebieten störten.
Umfangreiche Schäden gemeldet
Die neuesten Bewertungen der BNPB zeigen, dass mindestens 346 Häuser beschädigt wurden, darunter 157, die schwer beschädigt sind.
Auch die öffentliche Infrastruktur wurde betroffen. Die Behörden berichteten von Schäden an 87 Schulen, 18 Gesundheitseinrichtungen, fünf Gotteshäusern und sechs Regierungsgebäuden.
Mehrere Straßen wurden durch Erdrutsche gesperrt oder blockiert, so Melki Laka Lena, der Gouverneur von Nusa Tenggara Oriental. Die Störung wird voraussichtlich den Zugang zu einigen betroffenen Gemeinschaften erschweren, während die Notfallteams weiterhin im Einsatz sind.
Erdbeben in geringer Tiefe
Das Erdbeben ereignete sich am Samstag um 5:58 Uhr Ortszeit, was 9:58 Uhr GMT am Freitag entspricht.
Laut dem United States Geological Survey (USGS) ereignete sich das Beben in relativ geringer Tiefe, mit dem Epizentrum etwa 68 Kilometer nordwestlich von Ende.
Die flache Natur des Erdbebens trug zur Schwere seiner Auswirkungen in den umliegenden Gebieten bei, während nachfolgende Nachbeben die Herausforderungen für die Bewohner und die Rettungskräfte verstärkten.
Tsunami-Warnung aufgehoben
Nach dem Erdbeben wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben, die die Behörden veranlasste, die Küstengebiete auf potenziell gefährliche Wellen zu überwachen.
Die indonesische Meteorologie-, Klimatologie- und Geophysikbehörde (BMKG) hob später die Warnung auf, nachdem festgestellt wurde, dass die Tsunami-Bedrohung vorüber war.
Die Behörden setzen ihre Bewertungen der Folgen des Erdbebens fort, während die Rettungs- und Wiederherstellungsoperationen voranschreiten.
Indonesien bleibt stark anfällig für seismische Katastrophen
Indonesien gehört zu den Ländern, die am stärksten Erdbeben und Vulkanausbrüchen ausgesetzt sind, aufgrund seiner Lage entlang des pazifischen Feuerrings, einer ausgedehnten Zone intensiver tektonischer Aktivität rund um den Pazifischen Ozean.
Das Land hat wiederholt schwere seismische Katastrophen erlebt.
Im Dezember 2004 löste ein Erdbeben der Magnitude 9,1 vor der Küste von Sumatra einen katastrophalen Tsunami aus. Rund 170.000 Menschen starben in Indonesien, während etwa 50.000 weitere in den Ländern, die den Indischen Ozean begrenzen, getötet wurden.
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