Trump fordert Irans „bedingungslose Kapitulation“ und verschärft die US-Position
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hat eine neue politische und militärische Wendung genommen. Am Freitag forderte US-Präsident Donald Trump die „bedingungslose Kapitulation“ des iranischen Regimes und definierte damit das bisher deutlichste Kriegsziel seit Beginn der Operationen vor einer Woche.
In einer Nachricht auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social erklärte der US-Präsident, dass ohne die vollständige Machtübergabe keine Einigung mit Teheran möglich sei. „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer bei bedingungsloser Kapitulation“, schrieb er in Großbuchstaben und signalisierte damit eine deutliche Verschärfung der amerikanischen Position.
Mit dieser Forderung scheint Donald Trump eine unmittelbare diplomatische Lösung auszuschließen. Sollte Teheran diese Bedingung ablehnen – was laut mehreren Beobachtern wahrscheinlich erscheint –, könnte der Konflikt so lange andauern, bis das iranische Regime deutlich geschwächt ist oder Washington seine Strategie ändert.
Der US-Präsident sprach auch über die Nachkriegszeit und erklärte, dass nach dem Sturz des aktuellen Regimes neue, „akzeptable und fähige“ Führungskräfte gewählt werden sollten. Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten seien bereit, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen, um Iran zu Wohlstand zu verhelfen. Seine Botschaft schloss er mit einem Slogan, der von seiner politischen Rhetorik inspiriert ist: „Make Iran Great Again“ (Macht Iran wieder groß).
Diese Position deckt sich mit jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten, wonach er die Wahl des nächsten Obersten Führers Irans nach dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei beeinflussen möchte, um die Machtübernahme eines Führers zu verhindern, der die regionalen Spannungen möglicherweise verlängern könnte.
Auf iranischer Seite erwähnte Präsident Masoud Pezeshkian die bestehenden internationalen Vermittlungsbemühungen zur Beendigung der Feindseligkeiten. In einer auf der Plattform X veröffentlichten Nachricht deutete er an, dass einige Länder versuchten, einen Waffenstillstand zu vermitteln, und bekräftigte gleichzeitig, dass Iran seine Souveränität und nationale Würde weiterhin verteidigen werde.
Washington hält derzeit daran fest, dass kein direkter Dialog mit Teheran stattfindet. Laut mehreren diplomatischen Quellen informierte US-Außenminister Marco Rubio mehrere arabische Beamte darüber, dass jegliche Verhandlungen in dieser Phase die laufenden militärischen Ziele gefährden könnten.
Operativ setzen die US-amerikanischen und israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die iranische Militärinfrastruktur fort, darunter Raketenabschussrampen, Waffendepots und Produktionsstätten für Rüstungsgüter. Nach Angaben des US-Zentralkommandos sind die iranischen Raketenangriffe seit Kriegsbeginn infolge der Angriffe der beiden Verbündeten um etwa 90 % zurückgegangen.
Darüber hinaus gab die israelische Armee bekannt, einen befestigten Bunker unter dem ehemaligen Gelände des Obersten Führers in Teheran angegriffen zu haben, der vermutlich als Notfall-Kommandozentrale diente. Die israelischen Behörden versuchen weiterhin zu ermitteln, ob sich zum Zeitpunkt des Angriffs iranische Offizielle im Bunker befanden.
Für einige Analysten könnte die aktuelle Strategie Washingtons nun Teil einer Logik des totalen Krieges sein. Manche Experten glauben, dass die Militärkampagne bis zu einem politischen Zusammenbruch in Teheran andauern könnte, sollte die Kapitulation des Regimes zum offiziellen Ziel der Vereinigten Staaten werden.
In diesem Kontext scheint der Konflikt zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel in eine längere und ungewissere Phase einzutreten, deren Ausgang nicht nur vom militärischen Gleichgewicht, sondern auch von der Fähigkeit regionaler und internationaler Akteure abhängt, eine unkontrollierte Eskalation zu verhindern.
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