WHO warnt: Naher Osten am Rande eines schweren Atomkriegs
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Sonntag vor einer besorgniserregenden Verschlechterung der Lage im Nahen Osten. Der Konflikt sei aufgrund von Angriffen auf Atomanlagen im Iran und in Israel in eine „gefährliche Phase“ eingetreten. Die UN-Organisation rief alle Parteien zur Zurückhaltung auf, um eine Eskalation zu vermeiden, die die regionale Krise verschärfen könnte.
Diese Warnung erfolgte nach dem Abschuss einer iranischen ballistischen Rakete am Samstagabend, die in der südisraelischen Stadt Dimona erhebliche Schäden an Wohngebieten verursachte und mehrere Zivilisten verletzte. Die Stadt wird häufig mit sensibler Infrastruktur in Verbindung gebracht, die von einigen Beobachtern als Teil des israelischen Atomprogramms angesehen wird. Die israelischen Behörden bestreiten jedoch den Besitz von Atomwaffen und bezeichnen die Anlage als Forschungszentrum.
Teheran behauptet seinerseits, der Angriff sei eine Reaktion auf Angriffe auf die Atomanlage Natanz, in der Zentrifugen zur Urananreicherung eingesetzt werden. Diese Anlage wurde Berichten zufolge im Juni 2025 im Rahmen des iranischen Atomprogramms beschädigt, das weiterhin im Zentrum zahlreicher internationaler Spannungen steht.
Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte auf der Social-Media-Plattform X, dass Angriffe auf Atomanlagen eine wachsende Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt darstellen. Er rief zu größtmöglicher Zurückhaltung auf und forderte, jegliche Handlungen zu vermeiden, die zu nuklearen Zwischenfällen führen könnten. Dabei unterstrich er die Notwendigkeit, der Deeskalation und dem Schutz der Zivilbevölkerung höchste Priorität einzuräumen.
Seinen Angaben zufolge überwacht die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) die Situation genau und hat bisher keine erhöhten Strahlungswerte außerhalb der betroffenen Anlagen festgestellt. Er präzisierte zudem, dass seit Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026 Vorsorge- und Schulungsmechanismen eingerichtet wurden, um die Reaktionsfähigkeit der UN-Teams in verschiedenen Ländern im Hinblick auf potenzielle nukleare Bedrohungen zu stärken.
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