5G katapultiert Marokko unter die Top 40 der schnellsten Mobilfunknetze weltweit
Die Einführung von 5G hat Marokko in die Riege der am schnellsten wachsenden Länder im globalen Mobilfunk-Ranking von Ookla katapultiert. Im Jahr 2025 verbesserte sich das Königreich um 22 Plätze auf Rang 39 weltweit und eroberte damit die Spitzenposition in Nordafrika zurück.
Der kommerzielle Start von 5G im vergangenen November löste einen beispiellosen Anstieg im Speedtest Global Index aus. Laut Analysten ist dieser rasante Anstieg auf einen klassischen statistischen Effekt zurückzuführen, der in den ersten Einführungsphasen beobachtet wird: Nutzer kompatibler Geräte führen zahlreiche Hochgeschwindigkeitstests durch, was die nationalen Durchschnittsgeschwindigkeiten erhöht. Der Bericht spricht von der „unmittelbaren Attraktivität neuer Dienste“, einem Phänomen, das die gemessene Leistung tendenziell vorübergehend steigert.
Dieser Fortschritt platziert Marokko unter den Spitzenreitern im Ranking 2025. Mit Rang 39 weltweit sticht das Königreich in einer Region hervor, in der Quartalsschwankungen oft gering sind.
Die Rangliste wird jedoch weiterhin maßgeblich von den Golfstaaten dominiert, die ihren technologischen Abstand stetig vergrößern. Die Vereinigten Arabischen Emirate behaupten ihren Status als regionaler Maßstab und zählen regelmäßig zu den weltweit führenden Ländern. Ookla führt diese Leistung auf eine fortschrittliche Infrastruktur zurück, insbesondere auf den Einsatz von Multiband-Lösungen und Carrier Aggregation, wodurch die Netzwerkkapazität erhöht wird. Auch Saudi-Arabien gehört weiterhin zu den führenden Volkswirtschaften der G20.
In Nordafrika war das Jahr von gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Algerien verzeichnete nach dem 5G-Start im Dezember Fortschritte. Tunesien hingegen, ein Vorreiter in der Subregion, musste einen Rückgang der Indikatoren hinnehmen, da die Infrastruktur mit der gestiegenen Nutzung und der weitverbreiteten Einführung kompatibler Geräte nicht Schritt halten konnte. Ägypten verzeichnete ein moderateres Wachstum, das durch begrenzte Bandbreiten gebremst wurde. Wie der Bericht hervorhebt, sind die ersten Monate durch eine überproportionale Nutzung von Hochgeschwindigkeits-Breitband gekennzeichnet.
Neben dem jeweiligen Startterminplan erklärt Ookla die Leistungsunterschiede vor allem durch Investitionskapazitäten, Spektrumzuweisungsrichtlinien und regulatorische Stabilität. Diese Faktoren beeinflussen die Ergebnisse selbst hochurbanisierter Länder wie Libanon, Libyen und Syrien.
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