António Guterres warnt vor Unterfinanzierung des UN-Entwicklungssystems
UN-Generalsekretär António Guterres lobte die Leistungen des UN-Entwicklungssystems, warnte aber gleichzeitig vor der schleichenden Schwächung seiner Finanzkraft – weniger als vier Jahre vor Ablauf der Frist für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
In einer Rede vor dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) betonte der UN-Chef, dass die Mitgliedstaaten weiterhin großes Vertrauen in die Unterstützungsmechanismen der Organisation für verschiedene Entwicklungsprogramme weltweit setzen.
Laut António Guterres ist die Mehrheit der Länder der Ansicht, dass die UN-Residenten-Koordinatoren und die operativen Strukturen in mehreren strategischen Sektoren der wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Entwicklung wirksame Unterstützung leisten.
Der UN-Vertreter ist überzeugt, dass diese Anerkennung eine größere Kohärenz innerhalb des multilateralen Systems und eine gestärkte Fähigkeit zur Unterstützung nationaler und regionaler Prioritäten widerspiegelt.
Trotz dieser positiven Entwicklung warnte António Guterres vor dem anhaltenden Rückgang der Finanzmittel für die internationale Entwicklung. Er wies auf einen beispiellosen Rückgang der Finanzmittel hin, obwohl der globale Bedarf aufgrund wirtschaftlicher, klimatischer und humanitärer Krisen steigt.
Der UN-Generalsekretär betonte die Notwendigkeit einer stabileren, flexibleren und besser planbaren Finanzierung, um die Kontinuität der Programme im Zusammenhang mit der Agenda 2030 zu gewährleisten.
In diesem Zusammenhang bekräftigte er die Bedeutung der Erreichung des im Finanzierungspakt festgelegten Ziels, das eine Erhöhung der Kernfinanzierung durch die Mitgliedstaaten vorsieht.
Antonio Guterres skizzierte zudem verschiedene Möglichkeiten zur Straffung des UN-Systems, um dessen operative Effizienz zu verbessern. Zu den in Erwägung gezogenen Optionen gehört eine mögliche Fusion des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und des Büros der Vereinten Nationen für Projektdienstleistungen (UNOPS).
Ein weiterer Diskussionspunkt ist eine potenzielle Partnerschaft zwischen dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und UN Women im Rahmen einer Strategie zur Optimierung der Ressourcennutzung und Stärkung der institutionellen Koordinierung.
Der Bereich „Operative Entwicklungsaktivitäten“ des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (ECOSOC) ist einer der wichtigsten Mechanismen zur Überwachung des UN-Entwicklungssystems. Es ermöglicht die Bewertung der Leistung von UN-Organisationen und ihren Residenten Koordinatoren bei der Umsetzung nationaler Prioritäten und der Ziele für nachhaltige Entwicklung.
Dieses Treffen findet in einem internationalen Kontext statt, der durch zunehmenden Druck auf multilaterale Institutionen gekennzeichnet ist, die gleichzeitig mit steigendem humanitärem Bedarf und immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen konfrontiert sind.
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