Australisches Kind bei Polizeischuss in Pakistan während bewaffneter Auseinandersetzung getötet
Ein 10-jähriges australisches Mädchen ist in Pakistan gestorben, nachdem es während einer bewaffneten Auseinandersetzung in der östlichen Provinz Punjab versehentlich von der Polizei erschossen wurde, was in Australien zu Forderungen nach einer transparenten Untersuchung führte.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, als die Polizei auf eine Situation reagierte, bei der bewaffnete Personen ein Fahrzeug angehalten hatten, das das Kind und ihre Familie transportierte. Die Behörden gaben an, dass die Beamten intervenierten, um die Familie zu schützen, die Situation jedoch in chaotischen Umständen eskalierte.
Laut lokalen Polizeiberichten glaubte ein Beamter fälschlicherweise, dass Verdächtige versuchten, mit dem Fahrzeug der Opfer zu fliehen. In der Verwirrung entlud der Beamte seine Waffe und traf das Kind. Der Schuss verletzte auch ihren Vater und Bruder.
Das junge Opfer, das als Hania identifiziert wurde, reiste mit ihrer Familie, die zu Besuch bei Verwandten in Pakistan war, als der Vorfall eintrat. Der Fall hat aufgrund ihrer australischen Staatsangehörigkeit und der Umstände ihres Todes internationale Aufmerksamkeit erregt.
Der australische Premierminister Anthony Albanese bezeichnete den Vorfall als zutiefst tragisch und forderte eine vollständige und transparente Untersuchung der Umstände. Er betonte die Bedeutung von Verantwortung und Klarheit hinsichtlich des Einsatzes von Gewalt durch Sicherheitskräfte im Ausland.
Die pakistanischen Behörden haben bestätigt, dass der beteiligte Beamte in Gewahrsam genommen wurde, während eine interne Untersuchung läuft. Die Beamten erklärten, dass die Untersuchung darauf abzielt, festzustellen, ob die festgelegten Betriebsverfahren während der Intervention eingehalten wurden.
Die Polizei in Punjab drückte ihr Bedauern über den Vorfall aus und stellte fest, dass die Beamten oft in risikobehafteten Umgebungen arbeiten. Sie betonten jedoch, dass jede Abweichung von den festgelegten Protokollen gründlich untersucht und durch rechtliche und disziplinarische Maßnahmen behandelt werden würde.
Die Tragödie hat bestehende Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsbedingungen in Teilen Pakistans hervorgehoben, wo bewaffnete Gruppen und illegale Waffen in bestimmten Regionen vorhanden sind. Obwohl Punjab im Allgemeinen als stabiler gilt als andere Teile des Landes, können nächtliche Sicherheitsoperationen dennoch erhebliche Risiken mit sich bringen.
Während die Ermittlungen fortgesetzt werden, wird erwartet, dass sowohl die pakistanischen als auch die australischen Behörden eng zusammenarbeiten, um den genauen Ablauf der Ereignisse zu bestimmen und Verantwortung in diesem grenzüberschreitenden Vorfall sicherzustellen.
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