Ceuta installiert eine 500 Meter lange Seegrenze unter Migrationsdruck
Die spanischen Behörden haben mit der Installation eines neuen maritimen Sicherheitssystems in Ceuta begonnen, das darauf abzielt, die Grenzkontrolle nach einer schweren Migrationskrise zu stärken, die kürzlich die Enklave betroffen hat.
Die spanische Regierung gab bekannt, dass die Arbeiten am Samstagmorgen am Tarajal-Wellenbrecher begonnen haben, wo eine 500 Meter lange aufblasbare Barriere im Meer installiert wird. Nach Angaben der Behörden erhebt sich die Struktur zwischen 30 und 70 Zentimetern über der Wasseroberfläche und erstreckt sich etwa einen Meter darunter.
Die schwimmende Barriere ist Teil eines umfassenderen Eindämmungssystems, das auch eine erste Reihe von verankerten Bojen umfasst, die mit Unterstützung der spanischen Marine installiert wurden. Ein ausgewiesener Korridor zwischen den beiden Linien ermöglicht es den Schiffen der Zivilgarde, die maritime Vorrichtung kontinuierlich zu überwachen und zu schützen.
Die spanischen Behörden teilten mit, dass sich die Situation in Ceuta über Nacht stabilisiert habe und berichteten, dass die Nacht ohne größere Vorfälle vergangen sei und die Versuche der irregularen Einreise vollständig gestoppt hätten. Sie wiesen auch darauf hin, dass die Rückführungen von Migranten nach Marokko ohne größere Probleme fortgesetzt wurden.
Die Maßnahme folgt auf ein großangelegtes Migrationsereignis, bei dem Zehntausende von Menschen versuchten, die spanische Enklave von Marokko aus über Land und See zu erreichen. Zahlen des spanischen Innenministeriums zeigen, dass bis Freitagabend mehr als 48.000 Personen, die irregular in Ceuta eingereist waren, nach Marokko zurückgeschickt wurden.
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden Hunderte von Migranten, hauptsächlich junge Marokkaner, zurück in die marokkanische Stadt Fnideq transportiert, die sich in der Nähe von Ceuta befindet. Die Rückführungen betrafen Personen, die die Enklave sowohl über maritime als auch über Landwege erreicht hatten.
Der jüngste Anstieg stellte eine der bedeutendsten Migrationsherausforderungen dar, mit denen Ceuta in den letzten Jahren konfrontiert war. Die lokalen Behörden berichteten von Dutzenden von Todesfällen während der Krise, die hauptsächlich durch Ertrinkungsversuche auf See verursacht wurden.
Die neue maritime Barriere ist Teil von Spaniens umfassenderem Bemühen, das Grenzmanagement zu verstärken und gleichzeitig mit den marokkanischen Behörden zu koordinieren, um die Migrationsströme zu bewältigen und weitere gefährliche Überquerungsversuche zu verhindern.
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