EU-Botschafter würdigt 30 Jahre strategische Partnerschaft mit Marokko
Anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens zwischen Marokko und der Europäischen Union am 26. Februar 1996 lobte der EU-Botschafter in Rabat, Dimitar Tzantchev, drei Jahrzehnte Zusammenarbeit, die er als „strategisch und vielschichtig“ bezeichnete.
In einem auf der offiziellen Website der Europäischen Union veröffentlichten Meinungsbeitrag betonte der Diplomat, dass dieses Abkommen nicht nur einen rechtlichen Rahmen, sondern auch die Grundlage einer strukturierenden Partnerschaft in so unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, soziale Entwicklung, Bildung, Sicherheit, Energiewende und Regierungsführung bilde. Laut Tzantchev hat sich diese Beziehung zu einem Vorbild in der südlichen Nachbarschaft der EU entwickelt.
Wirtschaftlich hat sich Marokko als wichtiger Handelspartner der Europäischen Union etabliert. Im Jahr 2024 überstieg das bilaterale Handelsvolumen 649 Milliarden Dirham, umgerechnet etwa 60 Milliarden Euro. Laut dem Botschafter entspricht diese Zahl einer Verfünffachung des Handelsvolumens seit dem Jahr 2000 und trägt zum Wirtschaftswachstum, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der sozialen Stabilität beiderseits des Mittelmeers bei.
Dimitar Tzantchev betonte zudem die menschliche Dimension der Partnerschaft. Drei Jahrzehnte Zusammenarbeit haben eine Generation hervorgebracht, die durch einen kontinuierlichen akademischen, kulturellen und menschlichen Austausch verbunden ist und dauerhafte Brücken zwischen der marokkanischen und der europäischen Gesellschaft geschlagen hat.
Über den Handel hinaus umfasst die Zusammenarbeit konkrete Projekte in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, Bildung, Mobilität, Sicherheit und effizientes Management natürlicher Ressourcen. Der Diplomat hob Marokkos Vorreiterrolle im Bereich erneuerbarer Energien und Klimaschutz hervor und erklärte, diese Initiativen seien beispielhaft für eine effektive Zusammenarbeit bei der Bewältigung globaler Herausforderungen.
Der Botschafter unterstrich ferner die zentrale Rolle des Königreichs bei der Förderung regionaler Stabilität in Nordafrika und der Sahelzone. Er erklärte, die Europäische Union messe dieser Zusammenarbeit besondere Bedeutung bei, insbesondere durch die Unterstützung internationaler Bemühungen zur Erreichung dauerhafter Lösungen für regionale Konflikte unter Berücksichtigung marokkanischer Initiativen.
„Marokko ist ein wichtiger strategischer Partner der Europäischen Union“, bekräftigte er und hob das gemeinsame Engagement hervor, regionale Herausforderungen in konkrete Chancen für Frieden und gemeinsamen Wohlstand zu verwandeln. Abschließend betonte er, dass diese dreißig Jahre das Fundament für eine vielversprechende Zukunft bilden, die von der Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen wie der digitalen Transformation, der Energiesicherheit, der regionalen Stabilität und dem Kampf gegen den Klimawandel geprägt sein wird.
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