Fall Abderrahim Fakir: Toxikologie und Histologie Ergebnisse werden am 2. Oktober überprüft
Zwei Monate nach dem Tod von Abderrahim Fakir hat die italienische Untersuchung einen entscheidenden Zwischenstand erreicht. Die Staatsanwälte warten nun auf die gemeinsame Bewertung der forensischen Befunde, die helfen könnten, die nächsten rechtlichen Schritte in einem Fall zu bestimmen, der sechs Personen betrifft, die unter Verdacht stehen.
Ein Expertengremium, das für die Autopsie und zusätzliche Untersuchungen verantwortlich ist, wird sich am 2. Oktober in Padua treffen. Das Treffen wird sich insbesondere auf den Vergleich der toxikologischen und histologischen Ergebnisse konzentrieren, die während der forensischen Untersuchung erzielt wurden.
Ein vorläufiges Treffen könnte auch in den Tagen vor der geplanten Sitzung stattfinden.
Polizisten und Retter kehren allmählich zur Arbeit zurück
Die gerichtlichen Verfahren haben auch Konsequenzen für mehrere Fachleute, die an den Ereignissen rund um Fakirs Tod beteiligt waren.
Einer der vier Rettungshelfer des Roten Kreuzes, die wegen angeblicher fahrlässiger Tötung unter Verdacht stehen, wird voraussichtlich in den kommenden Tagen wieder im Dienst sein. Die anderen drei haben bisher entschieden, ihre Rückkehr zu verzögern, obwohl das Rote Kreuz sie nicht formell daran gehindert hat, ihre Aktivitäten wieder aufzunehmen.
Unterdessen sind die beiden Polizisten der Polizeistation Bolognina bereits wieder zur Arbeit zurückgekehrt. Momentan wurden sie jedoch mit administrativen Aufgaben betraut und haben ihre regulären Patrouillen noch nicht wieder aufgenommen.
Eine Frist von 120 Tagen rückt näher
Die Untersuchung erfolgt nach dem sogenannten "45 bis" Verfahren, das eine Frist von 120 Tagen vorsieht, nach deren Ablauf die Staatsanwälte entscheiden müssen, ob sie die Eröffnung eines formellen Gerichtsverfahrens gegen die derzeit unter Verdacht stehenden sechs Personen beantragen.
Die Schlussfolgerungen der forensischen Experten könnten daher ein wichtiges Element in dieser Entscheidung werden.
Das Treffen am 2. Oktober wird voraussichtlich die verschiedenen Stränge der forensischen Untersuchung zusammenbringen, einschließlich der toxikologischen und histologischen Analysen, um ein klareres Bild der Umstände rund um Fakirs Tod zu schaffen.
Was mit Abderrahim Fakir passiert ist
Abderrahim Fakir, ein 42-jähriger Marokkaner, der im Alter von fünf Jahren nach Italien gezogen war, starb am 19. Juli nach seiner Festnahme in Bologna.
Nach den im Rahmen der Untersuchung bereitgestellten Informationen haben zwei Polizisten ihn während des Eingriffs am Boden fixiert. Erste Autopsiefunde identifizierten Berichten zufolge blutgefüllte Lungen und ausgedehnte Bereiche von hämorrhagischer Infiltration auf seinem Rücken, die mit einer Kompression in Verbindung stehen.
Der Anwalt Fabio Anselmo beschrieb die Befunde als konsistent mit dem, was er als gewaltsame mechanische Asphyxie durch dorsale Kompression bezeichnete.
Die forensische Untersuchung hat ihre endgültige Phase noch nicht erreicht, da weitere Analysen noch im Gange sind.
Telefonanalyse fügt ein weiteres Ermittlungs-Element hinzu
Die Ermittler haben auch Fakirs Mobiltelefon untersucht. Die Analyse hat der Kriminalpolizei Bologna erste Informationen geliefert, die zur Rekonstruktion der Ereignisse und Umstände des Falls beitragen könnten.
Die Untersuchung bleibt jedoch im Gange, und die vollständige Bedeutung der forensischen Beweise wird von der Gesamtbewertung der Experten abhängen.
Familie wartet weiterhin auf Rückführung
Mehr als zwei Monate nach dem Tod werden Fakirs Überreste weiterhin in Italien aufbewahrt.
Seine Familie setzt sich weiterhin für die Rückführung seines Körpers nach Marokko ein, während die Ermittler die verbleibenden forensischen und gerichtlichen Verfahren verfolgen.
Das Treffen am 2. Oktober in Padua wird daher voraussichtlich einen wichtigen Schritt in der Untersuchung markieren, da die Staatsanwälte näher an den Punkt kommen, an dem sie entscheiden müssen, ob die vorliegenden Beweise weitere formelle Verfahren rechtfertigen.
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