Globaler Terrorismusindex 2026: Marokko zählt zu den sichersten Ländern der Welt

Thursday 19 - 21:15
Globaler Terrorismusindex 2026: Marokko zählt zu den sichersten Ländern der Welt

Der vom Institut für Wirtschaft und Frieden veröffentlichte Globale Terrorismusindex 2026 stuft Marokko hinsichtlich der Terrorismusgefahr als eines der sichersten Länder der Welt ein. Das Königreich belegt mit einem Wert von null Punkten Platz 100 von 163 Ländern und gehört damit zur Kategorie der Staaten, die nicht vom Terrorismus betroffen sind, zusammen mit Ländern wie Singapur, Taiwan und Estland.

Diese Platzierung bestätigt Marokkos Sicherheitsstabilität in einem internationalen Kontext, der von zunehmenden Spannungen und asymmetrischen Bedrohungen geprägt ist. Weltweit hebt der Bericht einen deutlichen Rückgang der Terrorismusindikatoren bis 2025 hervor: Die Zahl der Todesopfer sinkt um 28 % auf 5.582, die Zahl der Anschläge um 22 % auf 2.944.

Das Phänomen konzentriert sich jedoch weiterhin stark auf bestimmte Regionen. Pakistan steht an der Spitze der am stärksten betroffenen Länder, gefolgt von Burkina Faso, Niger, Nigeria und Mali. Allein diese fünf Länder sind für fast 70 % der weltweiten Todesfälle im Zusammenhang mit Terrorismus verantwortlich.

In Nordafrika ist Ägypten das am stärksten gefährdete Land, gefolgt von Algerien und Tunesien, während Libyen im globalen Ranking eine mittlere Position einnimmt.

Der Bericht hebt zudem die anhaltende Präsenz bedeutender Terrorgruppen wie des Islamischen Staates, JNIM, Tehrik-e-Taliban Pakistan und Al-Shabaab hervor, die für etwa 70 % der Todesfälle im Zusammenhang mit Terrorismus im Jahr 2025 verantwortlich sein werden. Trotz eines Rückgangs ihrer geografischen Präsenz verfügen diese Organisationen weiterhin über erhebliche Kapazitäten, Schaden anzurichten.

Darüber hinaus lenkt das Dokument die Aufmerksamkeit auf die sich wandelnden Bedrohungen in westlichen Ländern, wo die Radikalisierung junger Menschen und isolierter Einzelpersonen zunimmt. Bis 2025 werden Minderjährige 42 % der Terrorismusermittlungen in Europa und Nordamerika ausmachen, die häufig mit sozialen und psychischen Belastungen einhergehen.

Der Bericht hebt schließlich die besorgniserregende Lage in der Sahelzone hervor, die trotz eines leichten Rückgangs der Angriffe weiterhin das globale Epizentrum des Terrorismus darstellt und mehr als die Hälfte aller Opfer zu beklagen hat. Wirtschaftliche, soziale und politische Faktoren, darunter Menschenrechtsverletzungen und mangelnde Perspektiven, befeuern nach wie vor die Rekrutierung für bewaffnete Gruppen.

In diesem kontrastierenden globalen Kontext verdeutlicht Marokkos Position die Stärke seines Sicherheitsapparates und seine Fähigkeit, ein stabiles Umfeld zu gewährleisten. Dies stärkt sein Image als sicheres Land in einer Region, die mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert ist.



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