-
11:15
-
11:02
-
10:30
-
09:55
-
09:45
-
09:19
-
09:00
-
08:15
-
17:00
-
16:15
-
15:29
-
15:15
-
14:43
-
14:00
-
13:15
-
12:15
-
11:30
Humanoide Roboter und KI begeistern auf der CES 2026
Ein humanoider Roboter, der auf der belebten Messefläche „Made in Singapore“ sang, wurde unerwartet zum Publikumsmagneten und sorgte für Schmunzeln und zahlreiche Smartphone-Videos. Der Künstler, bekannt als Tomo, ist ein hochbeweglicher Roboter der in Singapur ansässigen Emage Group und wurde nicht als Neuheit, sondern für reale kommerzielle Anwendungen entwickelt.
Tomo ist für präzise Aufgaben konzipiert und kann empfindliche medizinische Komponenten handhaben, Kartons verpacken und sogar mit winzigen Objekten wie Nadeln arbeiten. Laut Phone Lwin Oo, Business Development und Projektmanager bei Emage, liegt die Stärke des Roboters in seiner flexiblen Architektur und der einfachen Programmierung, wodurch er sich leicht an unterschiedliche Einsatzanforderungen anpassen lässt.
Tomo war eine von Tausenden von KI-gestützten Innovationen, die auf der diesjährigen CES, der weltweit größten jährlichen Technologiemesse, vorgestellt wurden. Die Messe fand vom 4. Januar bis Freitag statt. Die CES, einst vor allem als Consumer Electronics Show bekannt, hat sich zu einem globalen Gradmesser für die rasante Veränderung des Alltags durch künstliche Intelligenz entwickelt.
Mehr als 4.500 Aussteller aus aller Welt, darunter rund 1.400 Start-ups neben Branchengrößen wie Samsung, Meta und Nvidia, trafen sich in Las Vegas, um ihre Zukunftsvisionen zu präsentieren. In den Messehallen waren KI-gestützte Lösungen allgegenwärtig.
Humanoide Robotik kristallisierte sich als eines der prägendsten Themen der Veranstaltung heraus. Während die Entwicklung fortschrittlicher Humanoide in den letzten Jahren zu einem zentralen Wettbewerbsfeld zwischen den globalen Wirtschaftsmächten geworden ist, war die CES stark von chinesischen Unternehmen geprägt, die mehr als die Hälfte der Aussteller im Bereich humanoider Robotik stellten.
Darunter war auch Unitree Robotics, das mit Kickbox-Vorführungen seiner humanoiden Maschinen die Besucher begeisterte. Die Vorführungen sollten Gleichgewicht, Koordination und Mobilität demonstrieren – Eigenschaften, die als entscheidend gelten, damit Roboter körperlich anspruchsvolle Aufgaben übernehmen können. Gary Xi, Marketingmanager von Unitree, erklärte, das ultimative Ziel sei, dass Roboter schwierige, repetitive oder unangenehme Aufgaben übernehmen – ein Ziel, das von ihnen die Beherrschung eines breiten Spektrums an physikalischen Fähigkeiten erfordere.
Neben Demonstrationen werden einige humanoide Roboter bereits in großem Umfang eingesetzt. Galbot, ein auf den Einzelhandel spezialisierter humanoider Roboter, ist derzeit in 70 Geschäften in 20 chinesischen Städten im Einsatz und gibt rund um die Uhr Snacks aus. Das Unternehmen hinter Galbot liefert auch Roboter für Produktionshallen und arbeitet mit globalen Herstellern wie Toyota, Hyundai und Bosch zusammen.
Yuli Zhao, Chief Strategy Officer von Galbot, hob Chinas starke Produktionsbasis und die hohe Dichte an technischen Fachkräften als entscheidende Vorteile hervor. Sie merkte an, dass die Nähe zu führenden Institutionen wie der Tsinghua-Universität und der Peking-Universität in Peking den Zugang zu einigen der besten Ingenieure des Landes ermögliche.
Abseits der humanoiden Roboter war künstliche Intelligenz auf der CES allgegenwärtig. Von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Staubsaugern und Kühlschränken bis hin zu Fernsehern und Smart-Home-Systemen präsentierten Unternehmen Produkte, die KI nahtlos in den Alltag integrieren.
Samsung hob insbesondere seine Vision von KI-gestützten Haushaltsbegleitern hervor und entwarf eine Zukunft, in der vernetzte Geräte miteinander kommunizieren, um die Bedürfnisse der Nutzer vorherzusehen und darauf zu reagieren. TM Roh, Co-CEO und Leiter des Bereichs Geräteerlebnis bei Samsung, erklärte, das Unternehmen plane, KI in alle Produktkategorien und Dienstleistungen zu integrieren, um ein einheitliches und intuitives Nutzererlebnis zu schaffen.