Künstliche Intelligenz: Deutliche Unterschiede bei der Nutzung in der arabischen Welt
Künstliche Intelligenz: Deutliche Unterschiede bei der Nutzung in der arabischen Welt
Künstliche Intelligenz etabliert sich zunehmend als strategischer Motor des wirtschaftlichen und sozialen Wandels in der arabischen Welt. Eine kürzlich im Microsoft AI Diffusion Report 2025 veröffentlichte Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Ländern der Region hinsichtlich der Nutzung KI-basierter Technologien durch die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.
Den Daten zufolge führen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit einer Nutzungsrate von 64 % mit großem Abstand. Dieses Ergebnis bestätigt die proaktive Politik des Landes, seit Jahren fortschrittliche Technologien in die öffentliche Verwaltung, Unternehmen und Dienstleistungen zu integrieren.
Hinter den VAE liegt Katar mit 38,3 % an zweiter Stelle, gefolgt von Jordanien mit 27 %. Saudi-Arabien, das eine ambitionierte Strategie zur wirtschaftlichen Diversifizierung verfolgt, belegt mit 26,2 % den vierten Platz, knapp vor dem Libanon mit 25,7 %.
Im restlichen Ranking erreicht Oman 24,2 %, Kuwait 19,1 %. Diese Zahlen spiegeln eine zwar noch langsame, aber dennoch reale Einführung von KI-Tools in den Volkswirtschaften des Golfs und des Nahen Ostens wider.
Weiter unten in der Tabelle weisen mehrere nordafrikanische und nahöstliche Länder deutlich niedrigere Werte auf. Libyen liegt mit 13,7 % knapp vor Ägypten mit 13,4 % und Tunesien mit 12,7 %. Algerien folgt mit 12 %, dann der Irak mit 11,2 %.
Marokko erreicht seinerseits in der zweiten Jahreshälfte 2025 einen Anteil von 10,9 % an Erwerbstätigen, die KI-Lösungen nutzen. Dieses Niveau spiegelt ein wachsendes Interesse an diesen Technologien wider, verdeutlicht aber auch Herausforderungen in den Bereichen Ausbildung, digitale Infrastruktur und Kompetenzentwicklung.
Am Ende des Rankings stehen Syrien mit 7,1 % und Sudan mit 6,8 % – zwei Länder, in denen der wirtschaftliche und politische Kontext die breite Einführung digitaler Innovationen weiterhin behindert.
Diese Ergebnisse verdeutlichen die anhaltende digitale Kluft in der arabischen Welt. Während einige Länder künstliche Intelligenz zu einem zentralen Motor ihrer Entwicklung gemacht haben, schreiten andere – oft aufgrund struktureller Beschränkungen – langsamer voran.
Für Experten liegt die Herausforderung der kommenden Jahre darin, die Verbreitung dieser Technologien in der gesamten Region zu beschleunigen. Die Stärkung der öffentlichen Politik, Investitionen in Weiterbildung und die Unterstützung von Unternehmen sind entscheidend, um diese Unterschiede zu verringern und künstliche Intelligenz einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.
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