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Künstliche Intelligenz: eine wachsende Quelle für Elektroschrott bis 2030?
Der Aufstieg generativer künstlicher Intelligenz geht mit wachsender Besorgnis einher: Die Umweltauswirkungen modernster Technologien könnten weitaus schwerwiegender sein als erwartet. Eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Computational Science veröffentlicht wurde, prognostiziert eine alarmierende Menge an Elektroschrott im Zusammenhang mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz, die bis 2030 schätzungsweise bis zu 5 Millionen Tonnen erreichen wird. Wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen werden, wird diese Welle von Abfall könnte einen Wendepunkt in der Elektronikschrottkrise markieren.
Exponentielles Wachstum und gierige Infrastruktur
Künstliche Intelligenz und insbesondere generative Modelle wie ChatGPT basieren auf intensiven Rechentechnologien, die effiziente Infrastrukturen erfordern. Diese fortschrittlichen Algorithmen laufen auf leistungsstarken Prozessoren und Servern mit hoher Kapazität, die, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, häufigen Upgrade-Zyklen unterzogen werden. Diese Abhängigkeit von den neuesten und besten Komponenten führt dazu, dass die Hardware regelmäßig ausgetauscht wird, was die Geschwindigkeit beschleunigt, mit der Geräte veraltet sind und entsorgt werden.
Die Forscher hinter der Studie haben eine verblüffende Vergleichszahl vorgelegt: Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten umgerechnet mehrere Milliarden iPhone-Geräte oder tausende Boeing 747-Flugzeuge voller Elektronik auf Mülldeponien landen. Diese besorgniserregende Aussicht verdeutlicht das Ausmaß des Problems, wenn Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz ihre Dynamik ohne wirksame Vorschriften oder Recyclingstrategien fortsetzen.
Ein Cocktail aus giftigen Stoffen
Die Leiterplatten und Batterien moderner elektronischer Geräte bestehen häufig aus giftigen Substanzen – um nur einige zu nennen: Arsen, Quecksilber und Cadmium. Ihre Ansammlung auf Mülldeponien stellt ein großes Risiko für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt dar, insbesondere in Ländern, in denen Elektroschrott ohne entsprechende Entsorgungsinfrastruktur importiert wird.
Die Studie prognostiziert, dass von den Millionen Tonnen Elektroschrott fast 1,5 Millionen Tonnen aus Leiterplatten und einer halben Million Tonnen gefährlicher Batterien bestehen könnten. Wenn diese Elemente nicht ordnungsgemäß behandelt werden, geben sie Schadstoffe in Böden und Grundwasser ab und verschärfen so die globale Umweltkrise.
Welche Lösungen sollten Sie in Betracht ziehen?
Angesichts dieser drohenden Krise werden mehrere Lösungen in Betracht gezogen. Die erste besteht darin, die Lebensdauer von Geräten durch die Begrenzung der Erneuerungszyklen zu verlängern. Einige Akteure in der Technologiebranche erforschen auch umweltfreundlichere Alternativen, beispielsweise die Verwendung weniger giftiger Materialien oder effizientere Recyclingtechniken.
Ein weiterer möglicher Weg ist die Bündelung von Ressourcen durch gemeinsame und optimierte Rechenzentren, um Hardware-Redundanz zu reduzieren. Schließlich könnte die Entwicklung neuer Algorithmen, die weniger Ressourcen erfordern, auch die Abhängigkeit von modernster Ausrüstung verringern.
Kurz gesagt, der Übergang zu einer nachhaltigen künstlichen Intelligenz erfordert ein Engagement der gesamten Technologiebranche sowie eine öffentliche Politik und ein erhöhtes Bewusstsein für die Auswirkungen auf die Umwelt. Die Herausforderung ist groß, aber es ist wichtig, sie jetzt anzugehen, um zu verhindern, dass die Innovationen von morgen zu den ökologischen Belastungen von morgen werden.
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