Kunststoffe: Eine globale Gesundheitsbedrohung, die sich bis 2040 verdoppeln könnte
Eine in The Lancet Planetary Health veröffentlichte Studie warnt vor den zunehmenden Auswirkungen von Kunststoffen auf die menschliche Gesundheit. Laut den britischen und französischen Forschern, die diese Studie durchgeführt haben, führt der gesamte Lebenszyklus von Kunststoffen – von der Öl- und Gasförderung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Entsorgung – zu einem Verlust an gesunden Lebensjahren.
Die Wissenschaftler schätzen, dass sich diese Verluste bis 2040 mehr als verdoppeln könnten, von 2,1 Millionen im Jahr 2016 auf 4,5 Millionen, falls keine entschiedenen Maßnahmen ergriffen werden. Die Studie hebt hervor, dass der Großteil der Kunststoffe auf Mülldeponien landet, wo sie sich über Jahrhunderte zersetzen und dabei schädliche Chemikalien freisetzen.
Selbst bei einer globalen Intensivierung des Recyclings wären die Auswirkungen auf die Gesundheit begrenzt. Die Autoren betonen daher die Wichtigkeit, die Produktion von „unnötigen“ Kunststoffen von vornherein zu reduzieren.
Trotz zweier internationaler Versuche, 2024 und 2025 ein globales Abkommen gegen Plastikverschmutzung zu verabschieden, scheiterten die Verhandlungen vor allem am Widerstand der Ölförderländer. Dennoch fordern Forscher die Staaten auf, auf nationaler Ebene Maßnahmen zu ergreifen, um diese „globale Gesundheitskrise“ einzudämmen.
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