Marokko belegt den 15. Platz im globalen Arbeitgeberlastenindex
Marokko wurde im 2026 Global Employer Burden Index auf den 15. Platz weltweit eingestuft, was die relativ hohen finanziellen und rechtlichen Verpflichtungen der Arbeitgeber beim Einstellen und Verwalten von Mitarbeitern hervorhebt.
Der Index, veröffentlicht von dem internationalen Anbieter von Beschäftigungslösungen Employ Borderless, bewertet 192 Länder basierend auf den Gesamtkosten und den regulatorischen Verantwortlichkeiten, die mit der Beschäftigung von Arbeitnehmern verbunden sind. Die Rangliste berücksichtigt drei Hauptfaktoren: obligatorische Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, gesetzliche Abfindungszahlungen und gesetzliche Kündigungsfristen für die Beendigung von Arbeitsverträgen.
Marokko erhielt 75 von 100 Punkten, was es zu einem der Länder macht, in denen Arbeitgeber im Vergleich zu vielen anderen Volkswirtschaften höhere arbeitsbezogene Verpflichtungen haben.
Laut dem Bericht tragen Arbeitgeber in Marokko etwa 21% des Gehalts eines Mitarbeiters zu den obligatorischen Sozialversicherungssystemen bei, während die Arbeitnehmer etwa 6,7% beitragen. Die Studie schätzt auch, dass die gesetzlichen Abfindungszahlungen im Durchschnitt mehr als 13 Wochen Gehalt betragen, wobei die obligatorischen Kündigungsfristen sieben Wochen überschreiten, abhängig von den Beschäftigungsbedingungen.
Der Bericht weist darauf hin, dass diese Verpflichtungen die Gesamtkosten der Beschäftigung erhöhen und wichtige Überlegungen für Unternehmen sind, die planen, in das Land zu investieren oder ihre Belegschaft zu erweitern.
Marokko rangiert vor mehreren europäischen Volkswirtschaften, darunter Frankreich und Spanien, während Ägypten zu den Ländern mit den höchsten Arbeitgeberlasten weltweit gehört. Argentinien führte das globale Ranking an, gefolgt von Weißrussland und der Tschechischen Republik, was auf erhebliche Arbeitgeberverpflichtungen in diesen Arbeitsmärkten hinweist.
Der Index betont, dass der Vergleich von Arbeitskosten allein durch Gehaltsniveaus irreführend sein kann. Stattdessen sollten Unternehmen auch soziale Beiträge, Abfindungsanforderungen und Kündigungsregelungen berücksichtigen, die die Gesamtkosten der Beschäftigung erheblich beeinflussen.
Der Bericht empfiehlt, dass multinationale Unternehmen, Finanzplaner und Personalabteilungen diese rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen in die Personalplanung und Investitionsstrategien einbeziehen. Das Verständnis des gesamten Beschäftigungsrahmens ist entscheidend, um die Betriebskosten genau zu bewerten und informierte Geschäftsentscheidungen auf internationalen Märkten zu treffen.
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