Marokko etabliert sich als aufstrebendes globales Tourismuszentrum
Marokko festigt seine Position unter den dynamischsten Reisezielen im Mittelmeerraum. Eine klare strategische Vision und kontinuierliche Investitionen haben den Tourismus zu einer zentralen Säule der nationalen Wirtschaft gemacht. Dies unterstreicht die spanische Tageszeitung El Economista, die den Aufwärtstrend des Königreichs in den letzten zwei Jahrzehnten hervorhebt.
Laut der Zeitung konnte Marokko die Zahl der Touristen innerhalb von zwanzig Jahren verdreifachen. Dies gelang dank einer kohärenten Politik, die auf Infrastrukturentwicklung, verbesserte Dienstleistungen und ein diversifiziertes Angebot abzielte. Aufbauend auf dieser Dynamik strebt das Land an, bis 2030 26 Millionen Besucher zu empfangen – ein Ziel, das es Marokko ermöglichen könnte, sich unter die fünfzehn wettbewerbsfähigsten Reiseziele der Welt zu katapultieren.
Im Jahr 2025 begrüßte das Königreich fast 20 Millionen Touristen, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Die Tourismuseinnahmen überstiegen 11,5 Milliarden Euro und bestätigten damit die treibende Rolle des Sektors für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
El Economista hebt zudem die langfristige Vision Marokkos hervor, die seit Anfang der 2000er-Jahre verfolgt wird und sich in Strategien wie dem Azur-Plan, der Vision 2010 und dem Tourismusfahrplan 2023–2026 manifestiert. Letzterer basiert insbesondere auf einem Portfolio von Tourismusprojekten mit fast 900 Initiativen in 60 Provinzen und Präfekturen. Der territoriale Ansatz zielt auf eine gerechtere Verteilung der Investitionen ab.
Heute trägt der Tourismus rund 7 % zum Bruttoinlandsprodukt bei und spielt eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der wirtschaftlichen Attraktivität des Landes angesichts des zunehmenden regionalen und internationalen Wettbewerbs.
Im Bereich Infrastruktur betont die spanische Tageszeitung das Ausmaß der Investitionen im Rahmen der Strategie „Flughäfen 2030“. Ziel dieses Plans ist es, die Kapazität der marokkanischen Flughäfen bis 2035 auf 95 Millionen Passagiere zu erhöhen. Dafür sind schätzungsweise 3,5 Milliarden Euro für die Modernisierung und den Ausbau des nationalen Flughafennetzes vorgesehen.
Die gemeinsame Ausrichtung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2030 durch Marokko, Spanien und Portugal wird schließlich als zusätzlicher Hebel präsentiert, um die internationale Sichtbarkeit Marokkos als Reiseziel zu stärken, Hotelinvestitionen anzukurbeln und die Position des Königreichs als führendes Touristenziel in Afrika und im Mittelmeerraum zu festigen.
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