Marokko steigt auf den vierten Platz unter Ugandas wichtigsten Kaffeeexportmärkten
Marokko hat im Juli 2026 seine Position im ugandischen Kaffeehandel gestärkt und ist zum viertgrößten Ziel für Kaffeeexporte des ostafrikanischen Landes geworden. Uganda exportierte im Monat 50.222 Säcke an den marokkanischen Markt, wobei jeder Sack 60 Kilogramm wog, was zu einem Gesamtvolumen von etwa 3.013 Tonnen führte.
Marokko machte im Juli 5,9% der gesamten Kaffeeexporte Ugandas aus, gegenüber 5% im Juni, als es den fünften Platz belegte. Die neuesten Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung des marokkanischen Marktes für ugandischen Kaffee und deuten auf zunehmend aktive Handelsbeziehungen zwischen den beiden afrikanischen Volkswirtschaften hin.
Italien blieb Ugandas größtes Kaffeeziel und erhielt 29,3% der Exporte. Sudan folgte mit 15,1%, während Deutschland mit 10,7% den dritten Platz belegte. Marokko überholte Indien, Spanien, Belgien, die Vereinigten Staaten, China und Portugal, wobei die zehn größten Zielmärkte insgesamt 78,6% der ugandischen Kaffeeexporte absorbierten.
Uganda exportierte im Juli 846.376 Säcke Kaffee, was ungefähr 50.780 Tonnen entspricht, und erzielte Einnahmen von etwa 204,08 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres sanken die Exportmengen um 14,9%, während die Einnahmen um 18,4% zurückgingen.
Robusta dominierte die Kaffeeexporte Ugandas und machte etwa 92% der Sendungen aus. Diese Sorte ist besonders wichtig für die Kaffeeindustrie Ugandas, die in den letzten Jahren die Produktions- und Exportkapazitäten ausgebaut hat. Arabica-Kaffee macht einen kleineren, aber kommerziell bedeutenden Anteil der Produktion des Landes aus.
Afrika machte im Juli 24% der Kaffeeexportziele Ugandas aus, während die europäischen Märkte 62% repräsentierten. Neben Marokko gehörten zu den afrikanischen Käufern Sudan, Ägypten, Algerien, Tunesien, Südafrika, Kap Verde, Kenia und Nigeria, was die anhaltende Bedeutung regionaler Märkte für Ugandas Agrarexporte unterstreicht.
Der Anstieg von Marokkos Rang kommt trotz des breiteren Drucks auf die Kaffeeexporteinnahmen Ugandas. Zwischen August 2025 und Juli 2026 exportierte Uganda etwa 8,2 Millionen Säcke im Wert von 2,13 Milliarden US-Dollar. Die Exportmengen stiegen um 3,4% im Vergleich zur vorherigen Saison, aber die Gesamteinnahmen sanken um 4,8%.
Die ugandischen Behörden haben den Rückgang der Exporteinnahmen größtenteils auf niedrigere internationale Kaffeepreise zurückgeführt. Ein Anstieg der Produktion in wichtigen Kaffeeanbauländern, insbesondere Brasilien und Vietnam, hat zu einem größeren globalen Angebot beigetragen und den Preisdruck erhöht.
Für Uganda bleibt die Leistung des Kaffeesektors strategisch wichtig, da Kaffee eines der wichtigsten Agrarexporte des Landes ist und eine bedeutende Quelle für Devisen darstellt. Die Erweiterung der Kundenbasis in Afrika, Europa und anderen Regionen kann dem Land helfen, seine Exportmärkte zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einer begrenzten Anzahl von Zielen zu verringern.
Der wachsende Anteil marokkanischer Kaffeeimporte aus Uganda spiegelt auch die breitere Entwicklung des intra-afrikanischen Handels wider. Die beiden Länder haben versucht, die wirtschaftlichen Verbindungen in mehreren Sektoren zu stärken, während Marokkos Position als Handelsgateway nach Nord- und Westafrika es zu einem attraktiven Ziel für landwirtschaftliche Produkte aus Ostafrika machen kann.
Der Anstieg des ugandischen Kaffees, der nach Marokko gelangt, könnte auch Chancen im marokkanischen Kaffeemarkt unterstützen, einschließlich Import-, Röst-, Vertriebs- und Einzelhandelsaktivitäten. Mit der Entwicklung der Verbrauchernachfrage kann Kaffee aus afrikanischer Herkunft zusätzlichen Raum neben Lieferungen aus Lateinamerika und anderen wichtigen Anbauregionen finden.
Uganda erwartet, im August 2026 rund 850.000 Säcke Kaffee zu exportieren, was ungefähr 51.000 Tonnen entspricht. Die globale Produktion für die Kaffeewirtschaftssaison 2026-2027 wird unterdessen auf etwa 189,7 Millionen Säcke geschätzt, wobei die weltweiten Exporte voraussichtlich rund 131,4 Millionen Säcke erreichen werden.
Die neuesten Zahlen platzieren Marokko unter den zunehmend bedeutenden Zielen für ugandischen Kaffee und zeigen das Potenzial für einen stärkeren Agrarhandel zwischen afrikanischen Volkswirtschaften. Während die globalen Preise weiterhin die Exporteinnahmen beeinflussen werden, könnte die Expansion von Märkten wie Marokko Uganda zusätzliche Möglichkeiten bieten, seine Position im internationalen Kaffeehandel zu stärken.
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