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Mertz: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist besorgniserregend

Friday 09 January 2026 - 13:15
Mertz: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist besorgniserregend

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte auf einer Pressekonferenz im Anschluss an das jüngste Treffen der regionalen Gruppe der CSU, die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei besorgniserregend.

In seinem vorangegangenen Brief an seine Partner in der regierenden Koalition in Deutschland hatte Merz die Lage der deutschen Wirtschaft als kritisch und vorsichtig beschrieben und erklärt, das kommende Jahr werde für Deutschland „sehr schwierig“.

Mertz fügte hinzu: „Die wirtschaftliche Lage in Deutschland gibt weiterhin Anlass zur Sorge.“

Der Kanzler betonte, dass sich die kritischste Situation bei „der Mehrheit der großen Unternehmen der deutschen Industrie“ entwickle.

Er sagte: „Dies gilt aber auch für die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen sowie der kleinen Produktionsbetriebe. Die schlechte Wirtschaftslage wirkt sich auch negativ auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Der deutsche Arbeitsmarkt befindet sich derzeit in einer Rezession. Er leidet unter Langzeitarbeitslosigkeit.“

Zu den strukturellen Problemen der deutschen Wirtschaft zählte der Bundeskanzler die seiner Meinung nach übermäßig hohen Steuern und Energiekosten sowie zahlreiche bürokratische Hindernisse.

Mertz fuhr fort: „Die Lohnkosten bleiben extrem hoch.“

Der Berater legte jedoch keine konkreten Lösungsvorschläge für die von ihm angesprochenen Probleme vor, sondern gab lediglich an, dass diese Themen innerhalb der Regierungskoalition noch nicht besprochen worden seien.

Zuvor hatte die deutsche Wirtschaftsministerin Kathrin Reich die Deutschen gewarnt, dass sie entweder später in Rente gehen oder länger arbeiten müssten, um das derzeitige Wohlfahrtsstaatsmodell aufrechtzuerhalten.

Deutschland befindet sich seit drei Jahren in einer allgemeinen Rezession. Die deutsche Wirtschaft leidet unter anderem unter den steigenden Energiepreisen, die durch die Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland verursacht wurden.

Es ist anzumerken, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft, der größten in Europa, laut Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2024 um 0,2 % gesunken ist. Dies ist das zweite Jahr in Folge mit einem Rückgang. Erstmals seit 2002/2003 verzeichnete man einen zweijährigen Rückgang in Folge.


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